Erfolg mit Blanko-Werbeanzeigen auf Facebook? Kurios, aber wahr…

Diese Frage stellte sich vor einigen Wochen bereits das Startup-Unternehmen Limited Run. Laut einem Bericht von t3n.de experimentierte das Unternehmen mit leeren Werbeanzeigen auf Facebook und erzielte damit ein erstaunliches Ergebnis:

Unser Test:

Um das zu überprüfen haben wir kurzerhand zwei eigene Test-Anzeigen rund um den „Blick über den Tellerrand“ aufgesetzt: „Erfolg mit Blanko-Werbeanzeigen auf Facebook? Kurios, aber wahr…“ weiterlesen

USA: Web-Video-Spots doppelt so teuer wie TV-Spots

Online-Video-Werbung ist in den USA doppelt so teuer wie klassische TV-Werbung.

Das verdeutlicht der Artikel bei Bloomberg an dem Beispiel „Simpsons“ in klassischen TV und beim Online-Video-Anbeiter Hulu.  Interessante Auszüge aus dem Artikel:

  • Spots während der „Simpsons“ kosten im TV $ 20 – 40 TKP , für Spots in den „Simpsons“ bei z.B. über hulu.com oder TV.com werden $ 60 TKP fällig (wahrscheinlich alles Brutto-Angaben)
  • Begründung: „Commited and captive audience“, „fewer commercials“, „Online-consumers twice as likely to recall Web ads“, You know you have eyes on the screen“
  • Eine „Simpsons“-Episode auf Hulu enthält 37 Sekunden Werbung, die Simpsons-Episode auf TV liefert 9 Minuten Werbespots
  • TV-Werbung erzeugt dreimal mehr Umsatz pro Zuseher, obwohl die Werbung nur halb so teuer ist (bezogen auf 1.000 Kontakte)

In dem Artikeln sind auch weiter, sehr interessante Gedankenspiele für den US-Markt zu finden.

In Deutschland sieht es aktuell scheinbar nicht anders aus: Hier werden für Online-Video TKP-Preise von 50 – 80 Euro brutto kolportiert, was man getrost als „doppelt so teuer wie TV“ bezeichnen kann. Allerdings bezieht sich das eher auf kürzere Online-Video-Formate, also WebClips. In Deutschland haben wir keine vergleichbare Portale vie TV.com oder hulu.com, die ganze Sendungen online verfügbar machen. Deswegen hinkt der Vergleich mit USA noch etwas.

Der Hinweis auf den Artikel kam von Georg Portenkirchner. Besten Dank, Georg.

Studien zum Status Quo Podcast-Werbung in USA 2008

Auf der New Media Expo 2008 NME08 hatte ich Tom Webster, Vice President, Strategy and Programming bei Edison Media Research getroffen. Neben seinem Job bei Edison Media sitzt er bei der Association for Downloadable Media im Measurement Commitee.

In seinem Vortrag „The Efficacy of Podcast Advertising“ auf der NME 08 gab er uns einen Einblick in die Ergebnisse der Arbitron/Edison Media Research Internet and Multimedia Study 2008 und referrierte über den „Status Quo der Podcast-Werbung“.

Über die Ergebnisse der Studie hatte ich schon mal im Blog berichtet.

Die Erkenntnisse über Podcast-Werbung will ich hier nochmal zusammenfassen:

Wie wirkt Podcast Werbung?

Zur Beantwortung dieser Frage hat Tom auf eine Studie aus 2007 verwiesen. Leider liegt mir die Quelle nicht mehr vor. Im Rahmen dieser Studie wurden 300 Marketers über ihre Erfahrung und Erwartung bzgl. Online-Werbung befragt.

Effektivität von Podcast-Werbung

  • 21% der B2B-Marketers und 13% der B2C-Marketers halten Podcast-Werbung für sehr effektiv

Erfolgsmessung

  • 45% der B2B-Marketers und 19% der B2C-Marketers messen den Effekt von Podcast-Werbung genau

Gemessen werden dabei Parameter wie

  1. Kauf / Purchase
  2. Registrierungen / Registrations
  3. Downloads (Whitepaper etc)

Die größten Hindernisse für Podcast-Werbung waren mangelnde Erfahrung und fehlende ROI-Nachweise.

Eine weitere interessante Studie ist „State of Podcast Advertising“ von Dr. Daniel Haygood (Tennessee) von Dez 2007. Er untersuchte die iTunes-Top-100-Podcasts auf Werbung.

Erkenntnisse

  • Knapp ein Drittel der Podcasts enthielt Werbung
  • mit durchschnittlich 2,4 Werbeeinblendungen pro Podcast
  • von durchschnittlich 16 Sekunden Länge
  • 75% wurden am Anfang der Episode geschaltet
  • 60% der Werbung hatte einen inhaltlichen Bezug zum Podcast

Interessant auch die Verteilung der werbungtreibenden Branchen:

  • 35% Internet, Kommunikation, Entertainment
  • 18% Automobil
  • 12% Elektronische Güter

Fazit: Am effektivsten sind Podcast-Sponsorships. Sie haben aufgrund der Entwicklungen und Media-Trends das größte Wachstumspotenzial.

Reich und Schön und „Nischig“ – 2009 Online Advertising Attitudes Report

Für den 2009 Online Advertising Attitudes Report hat YouGov UK im Auftrag von addvantage media 2.013 Engländer zur Akzeptanz von Onlinewerbung und Nutzung von Nischen-Sites befragt.

Ich bin mir nicht sicher, was die Cluster „ABC1“ und „C2DE“ bedeuten, aber es scheint wohl auf die Kernaussage hinauszulaufen:

„Einkommensstärkere Engländer nutzen mehr Nischeninhalte und ignorieren Online-Werbung!“

Weitere Take-Aways des Online Advertising Attitudes Report:

  • 60 % der Onliner ignorieren, und nur 12% beachten Werbung auf großen Websites
  • 22 % der Engländer besuchen nur Nischen-Sites, die ihren Interessen entsprechen
  • 34 % nutzen überwiegend Nischen-Sites
  • 2 % besuchen nur große Websites
  • 25 % ignorieren Werbung auf Social Networks wie Facebook, 36% beachten sie eher selten
  • 75 % der Internetnutzung findet außerhalb der 1.000 größten Websites statt (Comscore 2008)

Mal Tacheles: Was kostet Web Video Werbung in USA?

Webvideoreport.com erfasste bereits zum drittem Mal die Bruttokosten für Werbung bei  Web-Video-Networks und –Produzenten. Es handelt sich hierbei um Preisvorstellungen der Web Video-Anbieter in USA bei unterschiedlichen Werbeformen. Untersucht wurden 21 Video-Websites hinsichtlich der Kosten, der angebotenen Werbemöglichkeiten sowie der bisherigen Werbekunden.

  • Die Kosten variieren, liegen aber meist in der Spanne von TKP $ 10 – 50, größere Sites (CNN, Wall Street Journal oder NBC fahren aber auch schon mal bis zu $90 TKP). Nur vereinzelt gehen die Product-Placement-Angebote bis zu $ 8.000.
  • Angebotene Werbemittel waren z.B. PreRoll-Ads, Overlay / Lower Third Overlay, PostRoll-Ads, bis hin zu Product Placements und Integration.
  • Bei den Werbekunden sieht man durchwegs bekannte Marken. Das mag allerdings auch an den notwendigen Budgets liegen, denn Youtube zuckt erst ab einem Mindest-Budget von $50.000.

Ein Großteil der WebVideo-Services teilt seine Umsätze 50/50 mit den Produzenten.

Link zur Webvideoreport

Ist Baumarktwerbung podcastkompatibel?

Der Vermarkter ARD Sales & Services hat auf dem RadioDay
2007 die Kooperation mit AudioAds bekannt gegeben.
Kurz darauf gingen vier Podcast-Flights on Air: easyjet, Heidepark
Soltau, Holsten und Praktiker
. Am gelungensten ist meiner Meinung nach nur der
Holsten-Spot, der das Thema Podcast im PreRoll-Spot
und im PostRoll-Spot
mit einbindet. Etwas befremdlicher wirkt der Praktiker-Spot vor dem
macnews-Podcast.

Aber immerhin.. es tut sich was im Podvertising. Auch wenn in
der Gerüchteküche über Budgets im Sparflammenbereich gemunkelt wird.

Panels Podcastday mit Video-Download


Dank Fabio und podcast.de stehen Teile der Panels vom Podcastday 2007 zum Video-Download bereit.
So auch mein Panel "Blogs und Podcasting als Kommunikationskanal für Werbung
und Sponsoring" mit

  • Dr. Peter Figge, Tribal DDB
  • Roland Hanke, OMD
  • Christian Jonas Lea, AS&S
  • Nicole Simon, nicole-simon.eu
  • Andreas Vollmer, adplace.com / Liquid Air Lab


Video-Download (mp4-Video, 160 MB, 55 Minuten)

PKW’s gehören zu den meist diskutierten Themen im Netz

In dem Magazin compact (Ausgabe 4/5 07) aus dem Hause werben & verkaufen stoße ich auf den bobi, den Brand Online Buzz Index der Firma Ethority. Demnach gehören PKW’s mit 17% zu den meist diskutierten Themen in markenbezogenen Blogs, noch vor Computer-Hardware-Themen mit 16%.
Die bobi-Grafik auf der Website von Ethority weist allerdings eine andere Verteilung aus. Hier liegen PKW-Themen auf Platz 4 nach Computer-Hardware, Telekommunikation und Mobiltelefone.
Wie der Unterschied zustande kommt bleibt mir leider verschlossen…

P.S.: Der KFZ-Markt gehört mit 1,85 Mrd.Euro Ausgaben für Werbung zu den größten Werbungtreibenden in Deutschland (Lt. Nielsen Media Research)

Podcast-Special: Das sind die deutschen Podcast-Hörer: Pod-Paul und Pod-Petra

Willkommen zu den Ergebnissen der Podcast-Umfrage. Nachfolgend ein Auszug aus der Studie zur Podcast-Nutzung mit Marktdaten, Nutzeranalysen und Erfolgskriterien. Anfragen der Studie bitte per Mail an studie@podcastumfrage.de. Weitere Informationen zur Umfrage gerne an Alex Wunschel alex@markendreiklang.de

Methodik der Podcast-Umfrage

  • Online-Umfrage unter www.podcastumfrage.de mit 25 Fragen zur Sozio-Demographie und Nutzung
  • Rekrutierung der Teilnehmer über 30 deutschsprachige Podcasts, die mittels bereitgestelltem "Promo" oder eigene Hinweise auf die Umfrage und die Internet-Adresse hingewiesen haben
  • Laufzeit: 13.10.05 – 13.11.05
  • 2.344 Teilnehmer (gültige und ausgefüllte Fragebögen)

Ergebnisse der Umfrage (Zusammenfassung) –
"Pod-Paul" und "Pod-Petra" – die Hörer deutschsprachiger Podcasts

Der deutsche Podcast-Hörer ist im Schnitt 88,6% männlich. Nennen wir ihn also "Pod-Paul", und sein geschlechtliches Pendant "Pod-Petra" (11,4%).
Pod-Paul und Pod-Petra sind also die deutschen Podcasthörer. Dieser ist im Schnitt 29,5 Jahre alt.
Pod-Paul ist 29,6 Jahre alt, er ist zu 50,0 % Single.
Pod-Petra ist ein Jahr jünger, und nur zu 38,8% Single. Sie nutzt Podcasts bis 30 Jahren 20% aktiver, ab 30 Jahren 25% weniger aktiv als Pod-Paul.
Beide kommen zu 95% aus deutschsprachigem Gebiet (47 Länder insgesamt).
Sie haben zu 56% einen Hochschulabschluss, sind berufstätig (64%) oder in Ausbildung (33%), und verfügen über knapp über 2.100 Euro / Monat pro Kopf.
Sie haben Podcasting Mitte des Jahres 2005 kennen gelernt, und zwar durch iTunes (Apple), durch das Internet allgemein, aber auch zu 11% durch persönliche Empfehlung.
Sie Hören im Schnitt 3,61 Stunden / Woche und haben 8 Podcasts abonniert.
Podcasts werden in der Freizeit (74%), zu Hause (68%) und bei der Arbeit / Ausbildung (18%) gehört. 
Podcasts werden auf dem Arbeitsweg (50%) und im Auto (25%) gehört. Weitere Angaben sind Sport, Mittagspause, beim Einschlafen, Hausarbeit, Gassi / Spazieren gehen etc.
Podcasts dienen zur Unterhaltung (93%), Information (75%) und Weiterbildung (29%).
Genau 50% würden "vielleicht" für einen "Lieblings"-Podcast zahlen, und das ca. 4 Euro / Monat.
55% der Podcasthörer akzeptieren Werbung in Podcasts, wenn es zum Thema passt. Nur 30% sagen "Nein" zu werbefinanzierten Podcasts.
Podcasts werden auf dem MP3-Player (78%) und/oder Rechner (70%) gehört.
Der ideale Podcast dauert 19,1 Minuten und kommt mindestens wöchentlich (50%).

Hinweis zur Verwendung der Daten:
Zitat der Umfrage-Ergebnisse gerne unter Quellenverweis auf www.podcastumfrage.de oder unter Verwendung des Permalinks auf diesen Weblog-Eintrag (siehe Fußzeile).

Das Podcast-Spezial zur Umfrage als MP3
Weitere Informationen zu den Ergebnissen gibt es in der Spezial-Ausgabe des Tellerrand-Podcasts zur Podcast-Umfrage, nachfolgend als frei verfügbarer Download oder online zum Anhören.

Das Special als MP3-Datei herunterladen (10 Mb)

Das Special online anhören (23 Min)