Gaaanz schlechtes Timing: Qantas Hashtag-Kampagne #qantasluxury entwickelt sich zum PR-Gau

Hashtag-Kampagnen auf Twitter können so schööön erfolgreich sein: FoxNoPlanetaTerra von VW, Mercedes-Benz-Tweet-Race, KLM Surprise oder auch die „Tweet & Win“-Kampagne von Cinemaxx. Also… machen!

Eine konzeptionelle Frage vorab:

  • Was ist der ideale Zeitpunkt für den Start einer Twitter-Hashtag-Kampagne für die australische Airline Qantas?

Wenn es jemals einen idealen Zeitpunkt gab, dann war Dienstag der 22.11.2011 sicherlich der denkbar dümmste:

Dennoch, am Dienstag began Qantas mit der Twitter-Hashtag-Kampagne „Qantas Luxury Competition“. Zu gewinnen waren 50 First Class Pyjamas + First Class Amenity Kit (Eine Art Packerl mit Annehmlichkeiten, welches einem das Reisen in der First Class noch angenehmer machen soll).

„Ever wanted to experience Qantas First Class luxury? You could win a First Class gift pack feat. a luxury amenity kit and our famous QF PJs“

Dafür musste man sich nur vorstellen, wie toll eine First-Class-Reise mit Qantas Airline denn sein kann und mit dem Hashtag #qantasluxury twittern.

To enter tell us ‚What is your dream luxury inflight experience? (Be creative!) Answer must include #QantasLuxury…

Nun, es kam was kommen musste: Nach den Streiks hatte die Mehrzahl der Einsender nicht wirklich positive Erinnerungen an Qantas. Die entfesselte Kreativität der Einsendungen sprengte aber sicherlich die Vorstellungskraft des frischen Social Media Teams.

Es folgte also ein „Backfire“, „Backlash“ und letztendlich auch einen Shitstorm. Binnen einer Stunde war der Hashtag #qantasluxury das Trending Topic auf Twitter in Australien und 24 Stunden nach Beginn fand man das Thema in den Massenmedien wieder.

Und wenn die Youtube-Parodie von AlexJBaldwin Schule macht, dann führt das zu allem Verdruss auch noch zu einer Wiederbelebung des „Hitler loses his shit“-Meme…

Eine interessante Anmerkung von Andrea Beato auf intentious.com: Qantas hat es geschafft, mit einer Kampagne für 0,001% ihrer Kunden einen landesweiten PR-Gau zu erzeugen. Da fragt man sich wirklich, ob Twitter nicht mehr Gefahr als Chancen bietet…