Percanat von Vodafon und Telekom


Wie nett… Vodafon und Telekom spendieren dem Podpimp einen Weihnachtsbaum! Pünktlich zum 6.12. setzen mir die lieben Nikolausis mit einem knallroten Drehkran ein Percanat auf das Nachbarhaus. Ich kann nur hoffen, dass ich unter der 120 Grad Abstrahlgrenze liege, sonst wachsen mir demnächst wahrscheinlich undefinierbare Gliedmaßen…

Kann mir vielleicht jemand sagen was das Ding können soll? Die Frage bei den Setup-Königen wurde platt mit "Jo mei, des Percanat is von den Roten und der Telekom. Aber wos des macht, des müssn’s den Chef morgn fragn… *grinstüberalleZahnlücken*"

Percanat-Installation

7 Antworten

  1. Elsaesser sagt:

    Windräder sind da deutlich sozialverträglicher 😉

  2. Kann man mit einem Windrad telefonieren?

  3. NormCast sagt:

    …jetzt werde mir ja nicht zum „Elektrosensibelchen“ 🙂

    Sicherlich ist das, was Dir da jetzt passiert ist, allein schon aus optischen Gruenden nicht schoen, aber gerade aufgrund solcher Dinge wird oftmals Panikmache betrieben.

    Solltest Du Dich direkt unter diesem Teil befinden, bist Du sowieso im Funkschatten. Zumindest liest sich Dein Text so. Jeder, der sich mal direkt an den Fuss eines Fernsehturms oder Radiosenders gelehnt und dabei einen entsprechenden Empfaenger bemueht hat, wird sich gewundert haben, wie schwach das von diesem Sender ausgehende Signal am Fuss des eigenen Standorts ueberhaupt nur ankommt (vorausegesetzt, es gibt aufgrund der umgebenden Bebauung keine wesentlichen Reflektionen).

    Da gab es hier mal den Fall eines CB-Funkers, zudem ein alter Bekannter von mir. Er baute an einem der wenigen schoenen Tage im Herbst eine K41-Halbwellenantenne fuer alle sichtbar auf seinem Hausdach auf. Es ergab sich aber, dass er das entsprechende Zuleitungskabel erst im Fruehjahr anschliessen konnte, weil dafuer ein komplizierter Deckendurchbruch ueber zwei Etagen notwendig war.
    In der Zeit, in der die Antenne zwar da stand, aber nachweislich nicht benutzt werden konnte (da ja nichts anschliessbar war), bekam er mehrere Unterlassungsschreiben von Nachbarn, die angeblich nicht mehr schlafen konnten oder in einem Fall sogar Ausfaelle ihres Auges bemerkten 🙂 Zudem wurde er zunaechst fuer saemtliche Bildausfaelle des Kabelfernsehens verantwortlich gemacht. Es war schon unglaublich…

    Gruss Norman alias DL6YDY, dem bisher auch keine zusaetzlichen Gliedmassen gewachsen sind… 🙂

  4. Alex Wunschel sagt:

    Du, ich bin da hart im nehmen 😉

    Allerdings hatten wir nach Installation der ersten kleinen Antenne for 6 Monaten den Effekt, dass in der ganzen Straße bei einigen Autos die Funkfernbedienungen nicht mehr funktionierten. Sie ließen sich einfach nicht mehr ab oder aufsperren. Bin mir nicht sicher, welche Effekte der große Baum haben wird…

    Grüße aus dem „Funkschatten“ 😉

    Alex

  5. NormCast sagt:

    🙂 Das mit den blockierten Autofunkfernbedienungen ist auch keine Hexerei…

    Viele dieser Dinger arbeiten in einem Frequenzbereich, der von den fuer den Buendelfunk genutzten Frequenzen nicht so weit entfernt ist. In weiteren Faellen koennen die sogenannte „Harmonischen“, also resonante Nebenausstrahlungen, die entweder ein Vielfaches oder einen Teiler der (Mobilfunk-) Hauptfrequenz darstellen, die
    Hauptfrequenz der Autofernbedienung stoeren, zumal die Empfaenger der Autos nicht sonderlich selektiv sind.

    Ein Funkamateur, der in seinem Wagen z.B. ein gaengiges Duobandfunkgeraet hat (fuer das 2m-Band (144-146 mhz) und das 70cm-Band (430-440 mhz)) kann zum Beispiel bewirken, dass die neben ihm stehenden Autos blockiert werden, in dem er auf bestimmten Frequenzen zeitgleich sendet.

    Die Industrie hat sich naemlich vor Jahren einfach erlaubt (leider unter Zustimmung der zustaendigen Behoerden), gewisse, vormals exklusiv zugeteilte Frequenzbereiche, fuer diese kommerziellen Anwendungen freizugeben. Das haben sie jetzt davon 🙂

  6. Johnny B. sagt:

    Hallo Alex, Norman,

    wenn Ihr wissen wollt, was in Eurer Umgebung (mobilfunktechnisch) so los ist, könnt Ihr dies in der „EMF Datenbank“ der Bundesnetzagentur (BNetzA) für den jeweiligen Standort recherieren. Hier der Link:

    http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/index.aspx?User=1000&Lang=de

    Es sind keine absoluten Pegel, aber Hinweise wie weit die jeweiligen Grenzwerte durch den Mobilfunk ausgeschöpft werden.

    Den Effekt den Norman hinsichtlich der Abstrahlung meint, kann man z.B. hier

    http://www.emf-forschungsprogramm.de/veranstaltungen/coll_dosi_050131_top4a.pdf, Seite 5

    oder

    http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/dosimetrie/dosimetrie_abges/dosi_015_AB.pdf, Seite 20

    illustriert wiederfinden und nachlesen. Leider sieht die messtechnische Praxis aber etwas anders aus (aufgrund von Reflexionen, Nebenaussendungen u.a. Effekten), aber trotzdem „don’t panic“, Alex, die zulässigen Grenzwerte werden – aus eigenen Erfahrungen – nie überschritten.

    Ich gebe Norman recht mit seiner Erklärung zu den Blockierungen. Allerdings liegt es wohl eher an der unzureichenden (Frequenz)selektivität (weil breitbandige Empfänger ohne selektive Filter und damit preiswert) der einfachen Funkempfänger (70/35 cm) und nicht so sehr an den Mobilfunkdiensten. Dadurch das die preiswerten Empfänger zuviel Energie abseits ihres Nutzbandes aufsammeln, blockieren diese sich also quasi selbst.

    Ein Wort noch an Norman: Ich verstehe ja, das „Funkamateure“ (sorry Norman & QTH) immer noch ein wenig traurig darüber sind, dass die Frequenznutzung sich in Richtung kommerziell genutzter Dienste weiterentwickelt hat, aber das ist ein ganz anderes Thema…

    Mit solidarischen Grüßen an die beiden Podcast-Giganten ;-))

    Weiter so…

  7. Alex Wunschel sagt:

    Danke Johnny, cooler Link. „Sicherheitsabstand 3,58 Meter“… ist auch nicht grad vertauenseinflösend, wenn man 20 Meter davon entfernt schläft 😉

    Aber danke für die Hinweise, und zumindest funzt Vodafon hier im Altbau inzwischen besser 🙂

    Alex

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