AmEx-Kartenbesitzer sparen Millionen Dollar mit Foursquare Deals

Amex

Mitte 2011 startete American Express seine Foursquare Deals in USA: Ein spezielles Rabatt-Program für AmEx-Kunden, die gerne mit dem CheckIn-Dienst Foursquare unterwegs sind (Foursquare: 2009 gestartet; inzwischen 20 Mio Nutzer; 2 Mrd. CheckIns seit Launch).

Wie funktioniert das?

Hat man einmal seine AmEx-Karte mit seinem Foursquare-Konto verknüpft, erhält man eine Gutschrift (One-Time-Deal) direkt auf sein AmEx-Konto, wenn man:

  • beim Partner via Foursquare eingecheckt
  • auf der App das CheckIn-Special aktiviert
  • etwas gekauft und
  • mit der AmEx-Karte gezahlt hat.

Der Rabatt wird dann binnen 3 – 5 Tagen auf dem AmEx-Konto gutgeschrieben. Und das sind angeblich immerhin 5 – 25 USD je nach Partner.

„…the partnership has earned Foursquare users millions of dollars in discounts.“

Scheint also gut zu laufen. Deshalb hat man sich für einen RollOut in England entschieden, und weitere sollen folgen… Chapeau!

Interessant: No Coupons, no Codes und…: Foursquare verdient nix an den Deals.

Hier das Video dazu (45 sec):

Die verschmähte L’Oreal-Renate… nun Best-Ager-Testimonial bei Schwarzkopf?

„Werde das Gesicht von Sublime Mousse“

Nein, kein Fotowettbewerb für einen Neuromarketing-Nachtisch. Sondern ein Modelcontest auf der Facebook-Seite von L’Oreal Paris Anfang 2011. Gesucht war das neue Gesicht für die Colorationsreihe „Sublime Mousse“. Zu gewinnen: Modelvertrag, einen Fiat 500 und natürlich die rühmliche Grinserolle auf Pack-Shot und/oder Packaging:

Loreal Sublime Mousse(Der Modelcontest bei L’Oreal Paris auf Facebook Januar 2011, Screenshot)

Wie es zu der Bewerbung von Renate Gerdes (71 Jahre) kam ist leider unbekannt. Ich glaube gelesen zu haben, dass nicht sie, sondern ihr Enkel die Bewerbung eingeschickt hat. Das war der Community allerdings egal. Und so kam das, was im Zeitalter von Castingwahn und Anti-Models kommen muss: Renate Gerdes erfährt die unreflektierte Klickliebe der „Like“-Lemminge und erklimmt Platz 1.

Renate Gerdes

(Meist geliked: Renate Gerdes, Screenshot L’Oreal Paris Facebook Februar 2011)

L’Oreal entschied sich damals – wie nicht anders zu erwarten war – gegen den Best-Ager-Trend und erteilte der Klickwut der Gemeinde eine Absage.

November 2011, und wir springen von L’Oreal zu Schwarzkopf

Und Renate springt mit. Denn eine verblüffend ähnlich aussehende Renate Gerdes taucht unvermittelt in verschiedenen Schwarzkopf-Youtube-Videos auf (hier, hier, hier und hier) und ziert den „Haare 50plus“-Bereich auf der neuen Schwarzkopf-Website. In den Anwendungsvideos erzählt Sie von ihrem Leben, lässt sich bei Coloration beraten und erfährt Styling-Tipps: Das neue Best-Ager-Testimonial von Schwarzkopf.

Renate Gerdes Schwarzkopf

Finden wir das gut?

Ja, wir finden das gut. Chapeau Claque an das Social Media-Team bei Henkel / Schwarzkopf. Dort zieht Frank Horn die Fäden, soweit mir bekannt fachlich unterstützt von Thomas Knüwer (kpunktnull). Und dort hat man das Potenzial von Renate Gerdes scheinbar nicht nur erkannt, sondern gleich auf die Strasse gebracht.

Eine Frage bleibt allerdings offen…

  • War Renate Gerdes vielleicht schon vor dem L’Oreal-Modelcontest bei Schwarzkopf unter Vertrag?

Wenn ja, dann war das gelungenes Ambush-Marketing.

Und wenn nein (dagegen spricht eigentlich auch der große Zeitraum zwischen L’Oreal-Modelcontest und dem jetzigen Testimonial-Auftritt), dann wäre das auch der einzig mögliche Verbesserungsvorschlag in Richtung Henkel / Schwarzkopf. Mit einer zeitnahen Ankündigung nach dem L’Oreal-Wettbewerb hätte man ein brühwarmes Glucksen in Social-Media-Hausen erzeugen können.

Fazit: Aus meiner Sicht ein gelungener Social-Media-Coup!

Besser als… nix? Versicherer auf Azubisuche

Vielleicht lag es am Datum: Am 1. April meldete die WUV

Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft: Besser als Nichts ist auch nicht gut

und machte uns damit auf eine Kampagne der Versicherungswirtschaft aufmerksam. Credo: Ein Versicherungs-Job ist besser als Party, Tattoo, Plattenvertrag und und und…

Die Initiative des BWV Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in Hannover e.V. wird – selbstverfreilicht – mit einer Facebook-Seite begleitet, die lt. WUV

…schon sage und schreibe 250 Fans in zwei Wochen gewonnen…

hat.

Nach 11 weiteren Tagen verzeichnet die Seite 371 Fans, der Twitter-Account hat aktuell (11.04.11) ganze 6 Follower, und das Kampagnen-Video auf Youtube 34 Views (Man hat hierfür auch auf einen eigenen Youtube-Account verzichtet und das Video auf dem Konto der B&B Werbeagentur hochgeladen).

Na, zumindest für das Gewinnspiel rund um 10 iPod shuffle auf der Kampagnen-Website haben bereits 100 Besserwisser ihr Foto abgegeben und den Spruch „Ich bin besser als…“ vervollständigt. Mit teilweise sehr kennzeichnenden Ergüssen… 🙂

Fazit: Am besten zieht in Soschal Mödia halt immer noch ein Gewinnspiel.

Hier noch das Video:

Hat Ültje ausgenusselt?

[NACHTRAG]: Es lag bei mir an der https-Verbindung, die App ist nach wie vor erreichbar… Danke an Kate für den Hinweis.

Die „BE NUTS“-App von Ültje war ab 15.03. doch sooo schön angekündigt auf Internetworld.de, von der betreuenden Agentur, den Webguerillas und in dem Post auf der ültje-Facebook-Seite :

Jetzt wird’s nussig!!! Kreiert euer eigenes Nussvideo und grüßt eure Freunde! Unsere brandneue App „BE NUTS“ ist online! Außerdem könnt ihr tolle Preise gewinnen! Also, ran an die Nuss und Film ab! Viel Spass! http://www.facebook.com/ueltje?sk=app_135912433129264

Nun, vier Tage danach scheint die „App“ schon wieder „Off“. Ich finde jedenfalls nichts mehr auf der angegebenen Seite. Ausgenusselt?

Interessanterweise finden sich aber nun auf der ültje-FB-Seite einige Kommentare zur generellen Problematik bei „modernen Gewinnspielen“ mit Public-Voting: Da ist von Fake-Accounts zu lesen, von Klickergruppen, da wird über „Votings – das unfaire Ding mit den Klickgemeinschaften“ debattiert.

Bleibt die Frage, wer da am Ende „nuts“ ist.

Ach ja, ich hätte da ein Nuts-Video. Einen Klassiker:

Viral durch Personalisierung: Einige Beispiele individualisierbarer Videos

Personalisierte Videos sind fast schon „eine sichere Bank“ wenn es um virale Kampagnen geht. Die Überraschungseffekte gelingen fast immer, und ein akzeptables Projekt ist inzwischen auch schon für einen vernünftigen Preis zu bekommen.

Im Projektmanagement sollte man idealerweise mit technischen Begrifflichkeiten wie Tracking, 3D-Facemapping, Maskierung, Bild- und Textplatzierung, Individualisierung von Ton- und Bildsequenzen, xyz-Verzerrungsdaten oder Corner-Pins umgehen können.

Elizabeth McDowell (Publicist for EVB San Francisco, the co-creator of “Elf Yourself,” ) fasste einst drei konzeptionelle Erfolgsfaktoren für personalisierte Videos zusammen:

  1. Keep it Simple
  2. Make it Personal and
  3. Give People a Reason to Pass it on.

So weit, so einfach… 🙂

Hier nun ein paar Beispiele (Stand: 14.02.2012):

Der besondere Freund – Welt am Sonntag (Danke, Max M.)

  • Personalisierung: Foto
  • Zeitraum: Februar 2012
  • Absender: Welt am Sonntag
  • Agentur: Videomain

Die Nacht – Aachen-Münchener Versicherungs AG (Danke, Master K)

  • Plot: Es ist Nacht. Ein Einbrecher dringt in eine Wohnung. Dein Name erscheint auf dem Klingelschild.  Die Kamera fährt in der Subjektive über verschiedene Gegenstände, aber es ist alles gut versichert. Der Einbrecher kommt ins Schlafzimmer und wird erkannt. Dein Foto erscheint im Bild auf dem Nachttisch.
  • Personalisierung: Foto / Name
  • Zeitraum: September 2010
  • Absender: Aachen Münchener Versicherungs AG
  • Agentur: BRANDIT
  • Link zum Video mit dem Podpimp

DU bist Oberstaufen

  • Plot: Oberstaufen bereitet sich auf DEN Lieblingstouristen vor: Dich
  • Personalisierung: Foto
  • Absender: Oberstaufen Tourismusmarketing
  • Zeitraum: Juli – Dezember 2010
  • Bemerkung: Das Video ist in ein Gewinnspiel eingebettet. Gewinner ist der Teilnehmer, bei dem bis Ende 2010 am häufigsten der „Gefällt mir“ Knopf gedrückt wurde.
  • Interessante Einbindung von Twitter und Facebook
  • Das Video mit dem Podpimp

got2be (Schwarzkopf) – „It’s got2be hot – it’s got2be you!“ (Tipp von Christian!)

  • Plot: Mit dem eigenen Foto wird man zum heißen Date und überzeugte das andere Geschlecht nicht nur mit einer „gefühlsechten Nacht“, sondern auch mit der gefühlsechten Haarpracht
  • Personalisierung: Foto, Name und kurzes Video
  • Absender: Schwarzkopf / got2be
  • Zeitraum: 1.4. – 30.06.2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Magnum Gold „MyMagnum – As Good as Gold“

  • Plot: Über das eigene Foto und den Namen wird man Komplize bei Magnum Gold Raubzug Sommer 2010.
  • Personalisierung: Foto und Name.
  • Absender: Magnum Gold
  • Zeitraum: Frühjahr 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Otto – „So schnell wird man Chef“

  • Plot: Aus der Subjektive erlebt man spannende Momente in der Chefetage bei Otto. Zudem darf man einen Bewerber ablehnen…
  • Personalisierung: Eigenes Foto, Name, Foto des Bewerbers, Name, Interessen
  • Absender: Otto / Recruiting-Kamapgne
  • Agentur: elbkind / Ponyfilm / Impossible Software
  • Zeitraum: Mai –  Juni 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Toblerone – „Einzig. Nicht artig.“

  • Plot: Einzig. Nicht artig..! Eine solche, oder eine ähnliche Idee hat man entwickelt und eine Antwort auf die Frage gegeben: „Warum eigentlich nicht mal…“ In dem Video durchlebt man nun, wie die Umwelt auf diese verrückte Idee reagiert, und man findet sich mit dem eigenen Foto und Namen in den unterschiedlichsten kuriosen Situationen wieder.
  • Personalisierung: Name, Foto, Stimme, Idee, Sprache
  • Interessant: Die Personalisierung läuft über Audio, Foto und den eigenen Namen. Zusätzlich sind drei Sprachversionen möglich: Deutsch, swizerdütsch und französisch
  • Absender: Toblerone, Kampagne zum Gewinnspiel „Einzig. Nicht artig.“
  • Zeitraum: Mai 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

beunic – Deutschland sucht das Glückskind

  • Plot: Deutschland freut sich über DAS Glückskind…
  • Personalisierung: Foto, Name
  • Absender: beunic
  • Zeitraum: Mai 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Deine Kandidatur zum Österreichischen Bundespräsidenten 2010

  • Plot: Eine Nachrichtensendung berichtet von einem  weiteren, unerwarteten Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl in Österreich. Dem Kandidaten schlagen Begeisterung und Ablehnung entgegen.
  • Personalisierung: Name und Foto
  • Absender: ATV
  • Zeitraum: April 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

McDonalds: Gib Müll eine Abfuhr – Werde zum Trickfussballer

  • Plot: Für McDonalds gibst du dem Müll eine Abfuhr, und spielst Kick-Fussball gegen das andere Geschlecht -mit einer zusammengeknüllten McDonalds-Tüte.
  • Personalisierung: Foto, Geschlecht
  • Absender: McDonalds
  • Zeitraum: April 2010
  • Bemerkung: Sehr hohe Ladezeit, auch Facebook-Integration möglich
  • Link zum Video mit dem Podpimp

USA: Glenn Beck wettert gegen einen Wähler

  • Plot: Der Fox-Moderator Glenn Beck deckt die vermeintlich kriminellen Zusammenhänge eines speziellen Wählers auf und demaskiert ihn in einem Nachrichtenbeitrag bei FOX News auf CNNBC.
  • Personalisierung: Vor Erstellung des Videos wird der Beitrag mit einem Facebook-Profil verbunden. Damit werden nicht nur der Name, sondern auch verschiedene Fotos aus dem Profil für das Video verwendet.
  • Absender: MoveOn.org
  • Zeitraum: März 2010
  • Bemerkung: Sehr interessante Facebook-Integration, auch auf der Website finden sich unzählige personalisierte Elemente.

Swedish Hero

  • Plot: In dem Film wird ein Held geehrt, der letzte Held…
  • Personalisierung: Foto und Name
  • Absender: Schwedische Gebühreneinzugszentrale
  • Zeitraum: Anfang 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp
  • Bemerkung: 14 Mio. Visits binnen 8 Wochen

Fujitsu ATP WHY ADVANCED THEFT PROTECTION?

  • Plot: Hartes Erwachen nach einer langen Partynacht: Der Laptop wurde gestohlen. Man wird Opfer einer Erpressung und bekommt aus der Subjektive mit, welchen Unsinn der Dieb mit den eigenen Passwörtern anrichtet…
  • Personalisierung: Name
  • Absender: Fujitsu Technology Solutions
  • Zeitraum: März 2010
  • Link zum Video vom Podpimp

Dragon Naturally Speaking „Endlich versteht Dich jemand“

  • Plot: Wer ist hier Objekt der Begierde? Eine adrette Dame diktiert in delikatem Umfeld einen persönlichen (!) Brief mit einer Einladung zum persönlichen Treffen mit… wem wohl?
  • Personalisierung: Name / E-Mail-Adresse
  • Absender: Dragon Naturally Speaking
  • Zeitraum: Februar 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

The Listener „Who are you after?“

  • Plot: Im Krankenwagen, dramatische Situation: Jemand liegt im Sterben und wird vom einem Anderen verhört. Hab’s nicht ganz kapiert, aber der Verletze hatte wohl jemanden verfolgt. Vor seinem letzten Atemzug deutet er noch auf seine Jackentasche: Dort hat er ein Foto von dem Verdächtigen. Und das ist dann…
  • Personalisierung: Foto
  • Absender: CTV Canada (The Listener ist eine Serie auf dem kanadischen Online-Portal CTV)
  • Zeitraum: Anfang 2010
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Playboy Bunnies@Home

  • Plot: Einmal von den beiden Playmates Daniela Wolf und Daniela Vidas angehimmelt werden, den eigenen Namen als Tattoo an sehr interessanten Stellen…
  • Personalisierung: Name und Foto
  • Absender: Playboy
  • Agentur: Impossible Software
  • Zeitraum: Juni 2009
  • Bemerkung: Kostet 1,99 Euro SMS. Herunterladen als mp4
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Breaking Bad – Walt’s Wisdom

  • Plot: In einem persönlichen Video wird man dann von Walter White rund gemacht, weil man zuviel Zeit mit Blödsinn verbracht hat.
  • Personalisierung: Namen, Geschlecht, Alter und eine Tätigkeit, mit der man zuviel Zeit verschwendet.
  • Absender: Sony Pictures
  • Zeitraum: 2009
  • Bemerkung: Zu Beginn erscheint der eigene Name in einem personalisiertem Blogeintrag mit  der Überschrift „Podpimp is a slacker“, also „Podpimp ist ein Schlaffi“. In diesem Beitrag ist das Video eingebettet.
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Viva la Grischa

  • Plot: Man spielt mit im Musikvideo, und mit genug Mut kann man sogar eine Strophe mitrappen.
  • Personalisierung: Foto und eigener Gesang
  • Absender: Calanda Heineken Schweiz
  • Zeitraum: 2009
  • Video vom Podpimp: War leider nicht möglich

Betanwin – Enter the Game

  • Plot: Man wird zu einem erfolgreichen Fussballspieler des AC Mailand, das Gesicht wird dreidimensional auf das Gesicht der Nr. 22 projeziert.
  • Zeitraum: 2009
  • Absender: Betandwin
  • Personalisierung: Foto und Name
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Pepsi – Das letzte Geschenk des Weihnachtsmanns

  • Plot: Der Weihnachtsmann ist pleite. Er kann nur für eine Person Geschenke kaufen. Der / die Glückliche wird in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Ein Fernsehbericht fasst die Reaktion der Bevölkerung zusammen: Sie ist verärgert
  • Zeitraum: Weihnachten 2008
  • Absender: Pepsi
  • Personalisierung: Name
  • Video vom  Podpimp: Keine Personalisierung mehr möglich

Obama’s Loss Traced To Nonvoter

  • Plot: Die verlorene Wahl von Barack Obama ist auf einen einzigen, faulen Wähler zurückzuführen. In einem TV-Bericht wird dieser Wähler namentlich an den Pranger gestellt.
  • Zeitraum: Ende 2008
  • Absender: Barack Obama
  • Personalisierung: Vorname / Name
  • Bemerkung: Angeblich mehr als 15 Mio. versendete personalisierte Videos
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Kodak – Make me Super www.makesmesuper.com (Leider inzwischen inaktiv)

  • Plot: Mit dem eigenen Foto zum besungenen Superhelden werden. Leider ohne Namen.
  • Zeitraum: März Oktober 2008
  • Absender: Kodak
  • Personalisierung: Foto
  • Ein Beispielvideo von Sarah Palin

Elf yourself

  • Plot: Personalisiertes Elfenvideo mit eigenem Foto. Arbeitet inzwischen mit Facebook-Connect, d.h. man kann eigene Fotos oder Fotos aus den Facebook-Alben hochladen.
  • Personalisierung: Foto und Name
  • Zeitraum: Ende 2007
  • Absender: Realisiert von JibJab.com und powered by OfficeMax
  • Hier ein Beispiel auf Youtube
  • Bemerkung: 123 Mio. Elf-Videos erstellt und 196 Mio. Visits vom 20.11.07 – 01.02.08

Fools Garden „Spiel die Hauptrolle in unserem neuen Video“ (Danke, op_nautlius)

  • Plot: Mit dem eigenen Foto wird man zum Fan der Gruppe und versucht in den Proberaum zu gelangen.
  • Personalisierung: Foto
  • Zeitraum: Unbekannt
  • Absender: Fools Garden
  • Link zum Video mit dem Podpimp

Weitere, noch nicht analysierte Beispiele:

Maoam „Was wollt ihr denn?“ (Danke, Dirk Kretschmann)

Vodafone TV-Star (Danke, Max Modl)

Schalenklau – Paypal (Vielen Dank, Dirk)
Inzwischen aufgrund einer Einstweiligen Verfügung von Bayern München wieder offline

Topmodel of the Year – myParfuem (Danke, Max Modl)

Lost in Val Sinestra – Swisscom (Danke, Jan)

Projekt für die SPD Parteizentrale zur Bundestagswahl 2009 als Aufruf für Jungwähler (Danke, Sylvie)

ZDF: die erste interaktive und personalisierbare Telenovela (Danke, Sylvie)

Slice of TV

Punkt11.TV

Dexter (Danke, Holger)

Pringles (Danke, Sascha)

The Worlds Greatest Business Mind / The Message Group / Name Integration (6,5 Mio Views)

Tipps und Hinweise auf weitere Beispiele gerne über die Kommentare.

Ausgelutscht? Skittles verabschiedet sich vom Social Media Hub

Skittles hat die Website relauncht, die seit Februar 2009 als Social Media Hub existierte.

Der Social Media Hub, oder auch „Un-Site“ genannt, reduzierte die Navigation der Website auf einen Navigationsbereich, welcher lediglich auf bekannte Social-Media-Anwendungen mit den entsprechenden Suchabfrage „Skittles“ weiterleitete.

Das Konzept war nicht ganz unumstritten. Im Bereich „Chatter“ wurde z.B. auf die Suchergebnisse nach „Skittles“ auf Twitter verwiesen und gab damit jedem Troll eine Plattform die eigenen Tweets mit dem Hashtag „Skittles“ in der offiziellen Timeline von Skittles zu platzieren.

Das Konzept war auch nicht besonders neu, denn bereits seit 2008 präsentiert sich so die Agentur Modernista! aus Boston. Aber es war das erste Mal, dass sich eine derart bekannte Marke fast ausschließlich über Social-Media-Meinungen definiert.

Für die Ferienregion Oberstaufen scheinbar Ansporn genug das Social-Media-Hub-Konzept für ihren Auftritt „Oberstaufen Plus“ zu übernehmen. Dieser wurde damit Teil einer Tourismus-Marketing-Kampagne, die sowohl mit dem Deutschen Tourismuspreis 2009 und den ADAC Tourismuspreis Bayern 2010 prämiert wurde.

Die aktuelle Website von Skittles ist eine Art Umkehr, aber keine Abkehr von Social-Media. Den auf der „Endlos-Site“ unter www.skittles.com finden sich genug durchgeknallte Inhalte, die der geneigte Social-Media-Reisende in seine eigenen Profile auf Facebook, Twitter und MySpace übernehmen kann.

Zudem betreibt Wrigleys für seine Skittles jetzt mit der Kampagnen-Site „ShareSkittles – Share The Rainbow, Taste The Rainbow“ eine Art nutzergeneriertes „Social-Media-Ping-Pong-Spiel“ mit Youtube-Videos.

Und, nicht zu vergessen, Skittles ist natürlich nicht nur auf Facebook vertreten (mit aktuell 3,7 Mio. Fans!), sondern twittert seit Anfang Februar 2010 auch unter http://www.twitter.com/skittles mit… naja… aktuell 444 Followern…

Also, die Social-Media-Aktivitäten bei Skittles scheinen nicht wirklich ausgelutscht…

Audio-Podcasting wächst bis zu 100% – Interessante Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009

Dieser Beitrag ist ein Update zu

„Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 – Audio-Podcast-Nutzung steigt“

Wie schon dort schon geschrieben liegen die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 nun in ihrer vollen Pracht vor.

Als Langzeitstudie angelegt und inzwischen in der 13 Auflage durchgeführt wurden dieses Jahr 1.806 Erwachsene von der Enigma GfK Medien- und Marktforschung in einem Telefoninterview zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Eine interessante Aufbereitung der Basis-Daten gibt es in dem Artikel „Der Internetnutzer 2009 – multimedial und vernetzt?“ (PDF-Download) von Birgit van Eimeren und Beate Frees, weitere Informationen auch in dem Artikel „Nutzungsoptionen digitaler Audio- und Videoangebote“ (PDF).

Einige Take-Aways (Auszug, subjektiv, leicht gerundet):

Onliner (ab 14 J)

  • 31 Mio. täglich
  • 42 Mio. in den letzten 4 Wochen
  • 43,5 Mio. zumindest gelegentlich

Audio-Podcasting

  • Audiopodcasts: 2,6 Mio. gelegentlich, knapp 1 Mio. regelmäßig (mind. wöchentlich)
  • Regelmäßige Audio-Podcastnutzung ist um 100% gestiegen (1% -> 2%), gelegentliche um 50% (4% -> 6%)
  • Entwicklung der gelegentlichen Audio-Podcastnutzung über die letzten Jahre: 7% -> 8% -> 4% -> 6%
  • Podcasting bleibt ein Medium der jüngeren Generationen (14 – 19: 5% ; 20 – 29: 3% ; 30 – 49: 1% ; ü50: 0%)
  • 2,2 Mio. laden mindestens wöchentlich „andere Dateien als Musik“ aus dem Internet (5%)

Video-Podcasting

  • Videopodcast: 2,6 Mio. gelegentlich, knapp 1 Mio. regelmäßig (mind. wöchentlich)
  • Podcastnutzung bleibt von Männern dominiert (Audio: 7% vs. 0% ; Video: 9% vs. 3%)

Sonstiges

  • 40% der Internetnutzung wird „Kommunikation“ gewidmet
  • Genutzte Social Networks: VZ-Gruppe (10 Mio), wer-kennt-wen (4 Mio), lokalisten (2,5 Mio)
  • Stärken des Fernsehens sind parasoziale Funktion, Habitualisierung und Entspannung

Fazit

Podcasting ist auf einem guten Weg, oder?

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 – Audio-Podcast-Nutzung steigt

Update:

Siehe auch Artikel

„Audio-Podcasting wächst bis zu 100% – Interessante Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009“

Und da war sie wieder: Die ARD/ZDF-Onlinestudie…

1.146 Onliner wurden telefonisch nach ihrem Nutzungsverhalten befragt. Birgit van Eimeren (BR) und Beate Frees (ZDF) haben die Ergebnisse in Media Perspektiven 07/2009 veröffentlicht. Einige – aus meiner Sicht – interessante

Take-Aways (teilweise leicht gerundet):

  • Die tägliche Internetnutzung steigt auf 136 Minuten
  • 50% der Onliner haben mindestens 6 MBit/s
  • 90% haben Flatrate
  • 50% der Onliner können mit dem Handy MP3-Dateien nutzen
  • 75% der bis 29-jährigen besitzen einen MP3-Player oder iPod
  • 50% der Onliner besitzen einen Festplattenrekorder (DVR / PVR)
  • 16% besitzen ein Radio mit Internetzugang
  • Nur 3% besitzen ein eBook
  • 5 Mio. Menschen sind mobile online
  • 4% nutzen Videopodcasts, 2% mindestens wöchentlich
  • 2% nutzen Audio-Podcasts mindestens wöchentlich (2008: 1%)
  • 5% hören sich mehrmals pro Woche „andere als Musikdateien“ über das Internet an (2008: 7%!)
  • 50% der Onliner nutzen Audio-Dateien (Musik, Podcast, Radiosendungen) über das Internet (+ 19%), wobei davon nur ein Drittel Frauen sind
  • Wichtige Aufgabe für die Zukunft: Die „Sendeleistung“ von Sendungen muss neu erfasst werden (Internetnutzung von Prime-Time-Sendungen liegt bei 2%)

Download des Artikels bei Media Perspektiven (PDF)

„Overwhelmed and underinformed“? – 7 Thesen zur neuen Mediennutzung

Etwas sperrig formuliert, aber Kirsten Erlenbruch hat damit eine Erkenntnis der kleinen Untersuchung charmant überzeichnet:

„Wir sind also overwhelmed and underinformed.“

Das ist sicherlich nur ein kleiner Effekt der sich ändernden Mediennutzung, aber diese Erkenntnis schimmert durch einige Antworten auf meine vier Fragen an Euch:

  • Wie hat sich euer Mediennutzungsverhalten verändert?
  • Wie nehmt ihr klassische Medien inzwischen wahr?
  • Wie verändert sich der Anspruch gegenüber klassischen Medien?
  • Qualität der Informationen zu oder abgenommen?

Über zwanzig, sehr ausführliche Antworten kamen auf diese 4 Fragen, die ich euch im 213. Blick über den Tellerrand im Vorfeld des Public Future Lab beim Medientreffpunkt Leipzig gestellt hatte. Die Anworten wurden teilweise im Public Future Lab dokumentiert (anonymisiert).

Ich finde, die die Anwort von Mathias Schwieter bringt die Entwicklung sehr gut auf den Punkt:

„Hallo Alex,

mein Mediennutzungsverhalten hat sich in den letzten drei Jahren sehr verändert. Die Nutzung von Radio und Fernsehen geht gegen Null und Informationen erhalte ich über diese Kanäle nur zufällig. Die einzige Quelle für Nachrichten zum Tagesgeschehen ist das Internet. Für vertiefende Artikel und zur Meinungsbildung nutze ich Fachmagazine (Cicero, brand eins). Neuigkeiten zu persönlichen Interessen und Unterhaltsames beziehe ich aus Podcasts und Blogs.

Die klassischen Medien haben für mich praktisch keine Relevanz mehr. Daher habe ich auch keine Ansprüche.

Durch die Suche von für mich vertrauenswürdigen Informationsquellen sehe ich die Qualität meiner Informationen einigermaßen gesichert. Es wird  ständig von Qualitätsverfall berichtet, und ich meine das auch festzustellen. Da ich mich aber gerne auf Fakten stütze und es zu vielen Themen nun mal keine überprüfbaren Fakten gibt, ist die Beurteilung der Qualität schwierig. Auf jeden Fall habe ich gelernt, jede Information kritisch zu betrachten und diese Einstellung auch bei der Weitergabe von Neuigkeiten in Gesprächen deutlich zu machen; nach dem Motto „Ich habe gehört, dieses und jenes soll passiert sein..“.

Mathias‘ Feedback und die Antworten aus den weiteren Mails habe ich in 7 Kernthesen zur neuen Mediennutzung zusammengeschrieben:

  1. Seit zwei, drei Jahren entwickelte sich über die wachsende Medienkompetenz eine sehr selektive Mediennutzung mit zunehmend kritischen und skeptischen Medienkonsumenten.
  2. Das Internet wird zentrales Kommunikations- und Informationsmedium, und jede technische Neuerung in Richtung souveräner Mediennutzung wird als weiterer kleiner / großer Befreiungsschlag empfunden (IPTV, iPod, Flat-Rate etc).
  3. Fernsehen leidet subjektiv unter starker Boulevardisierung, sinkender Akzeptanz und Nutzung. Ursächlich dafür ist der beobachbare Qualitätsverfall der privaten Anstalten, der scheinbar negativ auf das komplette Medium abstrahlt. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten werden als Leitmedium emfpunden, die Privaten als SPAM und Werbeschleuder.
  4. Publikums- und Fach-Zeitschriften werden weiterhin sehr selektiv, dann aber intensiv genutzt. Als Werbemedium muss diese Gattung befürchten ihrem Nischendasein nicht gerecht zu werden, weil sie ihre Zielgruppe nicht mehr ausreichend definieren kann und der Nachweis der Werbewirkung fehlt.
  5. Zeitungsleser tendieren weg von der Tageszeitung hin zu Wochenendausgaben. Die Haptik bleibt wichtig, aber Informationen in Tageszeitungen werden bereits als „veraltet“ wahrgenommen. Aber fundiert recherchiert. Meistens. Es werden mehr Dossiers gefordert.
  6. Über online nehmen Nischenkanäle wie Audio- und Video-Podcasts einen festen Platz im modernen Medienkonsum ein, ersetzen allerdings nicht die klassischen Medien komplett. Über diese Kanäle werden persönliche und fachliche Interessen befriedigt. Interessant: Die Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte steigt, denn auch hier wird eine Boulevardisierung befürchtet.
  7. Klassische Medien scheinen „bemüht“ den Anschluss nicht zu verpassen, aber es gibt aufgrund durchgängig spürbarer Resignation nahezu keine Erwartungshaltung bzw. keinen Anspruch mehr. Und wenn, dann den Anspruch auf erstklassige und bombensichere Informationen, aber keinesfalls erzwungene Unterhaltung.

Die  Thesen kommen einem sicherlich vertraut vor. Ich finde es dennoch mehr als interessant dies über Eure ausführlichen Antworten nochmal fundiert mitnehmen zu können. Ich hoffe, das Input trifft bei dem Medientreffpunkt an entsprechender Stelle.

Vielen Dank an alle Teilnehmer.

Randbemerkung: BrandEins ist scheinbar DAS Pflichtmagazin!

Social-Media-Aktivitäten der Inc. 500-Unternehmen (US), 21% podcasten

Nora Ganim Barnes und Eric Mattson vom Center for Marketing Research an der University of Massachusetts Dartmouth untersuchen seit 2007 für die Studie „Social Media in the Inc. 500: The First Longitudinal Study“ die Social Media Aktivitäten der Inc. 500 Unternehmen in Amerika. Die Inc. 500 ist eine Liste der 500 am schnellsten wachsenden US-Firmen, nicht zu verwechseln mit der Forbes 500-Liste.

Untersucht wurden per CATI (Telefoninterview, 209 teilnehmende Unternehmen) die Aktivitäten Blogs, Podcasts, Online-Video, Social-Networking und Wikis.

Nun liegen die 2008er Zahlen vor und erlauben einen Vergleich mit 2007. Folgende interessante Take-Aways (Vorjahreszahlen in Klammern):

  • 2008 bloggten 39% (19%) der Inc. 500, im Vergleich zu 12% (9%) der Fortune 500-Unternehmen
  • 57% (42%) sind sehr vertraut mit Social Networking, 49% (27%) setzen Social-Networking ein
  • 33% (30%) sind sehr vertraut mit Podcasting, 21% (11%) betreiben einen Podcast
  • Dennoch: Am wenigsten vertraut sind die Inc. 500 mit Podcasting