Na, ihr Wichtigtuer und Selbstdarsteller,

die ihr alle Ratsuchenden sinnlos zubloggt (Zitat der Ankündigung)… Der Schmidt macht euch jetzt mal alle platt…
Seit diesem Monat "revolutioniert" Harald Schmidt also das Netz (eigene Angabe). Basta. Setzen Kinder, und brav bei Papa lernen: Mit der Einleitung "Ab Montag beginnt das Blogzeitalter" wird unter dem Titel "Web 2.3/4" eben dieses eingeleitet. Mit einem Videoblog. Gut, Videopodcast isses keiner, denn dagegen haste dich auch schon mit deinem ersten Versuch geweigert. Oder es bringt ihm keiner bei. Kein RSS-Feed, nicht abonnierbar… War nicht anders zu erwarten. Kennzeichnende Schlusssätze nach ca. 7 Minuten Video:

  • "In diesem Sinne, das war doch mal ein Blog…"
  • "Als Fazit würd ich sagen: Die Frau von Ehrensenf sieht unheimlich scharf aus, … aber inhaltlich ist es unglaubliche Scheiße"

Mein Fazit: Inhaltlich gewohnt scharf, aber optisch erzeugen Sie halt nur homöopathisch  Begeisterung, Herr Schmidt.

Jetzt ist es raus: Horst Schlämmer Videoblog und Volkswagen

Nun ist es offiziell: Horst Schlämmers Videopodcast / Videoblog "Ich mach jetzt Führerschein" wird gesponsert von Volkswagen. Das wurde in der Blogosphäre ja schon länger vermutet. In der aktuellen Ausgabe ist damit auch erstmals im Abspann das "Sponsered by VW" zu sehen. Mir stellen sich nun zwei Fragen:

  • Ist Werbung / Sponsoring in Podcasts / Videoblogs eigentlich kennzeichnungspflichtig?
  • Der Videoblog wurde inzwischen mehrmals auf RTL gefeatured, zuletzt am gestrigen Dienstag in RTL Exklusiv um halb sieben. Hier wurde die Episode "Von Menschen und Autos" in Auszügen gezeigt. Am Ende wurde zwar auf "die Website von Horst Schlämmer" verwiesen, allerdings ohne Nennung der Adresse. War das Teil des Gesamtkonzeptes?

Aber in Summe ein sehr gelungenes Projekt. Und der ganze Hype in der Blogosphäre lässt vermuten dass hierbei ein Großteil der Aufmerksamkeit aus den Promotionsspritzen der freiwillige Feuerwehr Bloggersheim kommt.

Mercedes Benz Second Life Opening


Mercedes Benz ist halt seit heut auch offiziell in Second Life vertreten. Zur Opening-Party gab’s ein Konzert von Wanger Love aus Frankfurt. Also quäl ich mich von der Faschingsauskehr zurück nach Schwapodding-Castle und quetsch wieder mal alles aus der Prozessorleistung und der Grafikkarte meines Sony Vaio.

Zusammen mit knapp 60 anderen Avataren (max. Anzahl Besucher) kann man dann pünktlich um 22 Uhr MEZ eine ziemlich stylische Bühne mit drei jammenden ("tschämmend", nicht "jammernd"!!) "Bandmitgliedern" bewundern, die zu recht gut gemachten Visual Effects drei Songs in die virtuelle Welt trällern.


In Summe ein guter Job von Renommee, die laut Pressemitteilung dafür verantwortlich zeichnen. Ich mutmaße mal, eine gehörige Portion Scholz & Volkmer wird schon mit dabei gewesen sein, da Renommee ja eigentlich das Mixed-Tape-Projekt und den Mercedes-Benz-Podcast betreut und weniger für aktive Umtriebe in virtuellen Welten bekannt ist. (Nachtrag: Wie aus verlässlicher Quelle bestätigt wurde, war S&V nicht involviert und die Credits gehen komplett auf das Konto von Renommeé).
Ein kurzes Video hatte ich auch bei Youtube hochgeladen, und das hing scheinbar zuerst aufgrund des Titels "Mercedes Benz Second Life Opening" wegen dem Markennamen in der Freigabeschleife. Das hab ich auch noch nicht erlebt…

Tja, bei 60 Teilnehmern bliebe nur die ungalante Frage nach den TCA, also den "Total Cost of Avatar" bei dem Event 🙂 (Nachtrag: Die wurde von der verlässlichen Quelle nicht kommentiert 😉

Ein „POD“cast bei Microsoft – Die Windows Vista Show

[Nachtrag 07.03.07: Inzwischen hat Windows nachgebessert und bietet auch einen RSS-Feed
für den Podcast
an]

Mann soll ja nicht kleingeistig sein. Aber ein leichtes Schmunzeln kann man sich doch nicht verkneifen, wenn man den Windows Vista PODcast entdeckt: "Die Windows Vista Show – Die Sendung mit Jochen und seiner Maus". Jochen Bendel moderiert uns – unterstützt von seiner Maus 😉 – seit Ende Januar 14-tägig durch die neuen Features von Vista.
Gut, zu einem Flash-Player hat man sich dann doch nicht durchringen können, der Windows Media Player muss es dann schon sein.
Ganz richtig erschließen konnte sich mir der Sinn der Subnavigation "Foto und Video | Special" auch nicht.
Etwas ungewöhnlich ist auch der Seitentitel: "Windows: Verwendung" und das etwas gewöhnungsbedürftige Angebot "Abonieren" (Das muss mir bei der Rechtschreibreform entfallen sein ;-). Das Abonnement, äh, sorry, Abonement bezieht sich dann leider auch auf den Newsletter, und keinesfalls den RSS-Feed zum Abonnieren des Podcasts. Nein, falsch gedacht. Das führt in die gleiche Irre wie ein Klick auf die RSS-Symbole unter den Shows. Denn hier landet man auch wieder auf der Startseite.
Ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum man den Podcast noch nicht in iTunes findet. Und dabei hat man ihn mit der Bezeichnung "PODcast" doch schon so schön Apple-geschmeidig gemacht 😉

P.S.: Inhaltlich bitte ich den geneigten Zuhörer sich seine eigene Meinung zu bilden

Bitte, bitte, bitte, Herr Prof. Wolfgang Stock

Podcast-Kongress Köln, liebe Freunde der fröhlichen… Egal.

Augenbrauentanz zweiter Teil…

Prof. Dr. Wolfgang Stock, Geschäftsführer Gesellschafter der RCC-Public-Affairs, Ideengeber, Initiator und ehemals verantwortlich für Kanzlerinnen-Podcast von Angela Merkel, schrubbt uns durch Weisheiten aus der Corporate Video-Podcast-Szene und Erkenntnisse aus seiner Podcast-Produktion. Inhaltlich bitte auf den Seiten des Podcastkongress nachsehen / hören.

Lieber Herr Prof. Wolfgang Stock… Dass selbst auf dem Podcastkongress kein Hoheitswissen in epischer Länge referriert wird, war zu erwarten. Schmunzelnd durften wir aber dann zur Kenntnis nehmen, dass sie Ihr Wissen – wie man Podcasts erfolgreich promoted – in dieser Runde keinesfalls preisgeben werden. Erstens, weil hier genug Kollegen sitzen, die das eh schon wissen. Und zweitens, weil diese (Kenntnisse) nur gegen gutes Geld angeboten werden sollten. Tja, wohl wahr, aber wofür zahlen die (wir) hier 150 oder 250 Euro pro Person? Ein, zwei, drei kleine Weisheiten aus Ihrem fundierten Wissenschatz wäre eine gute Geste gewesen 😉 Egal…

Nun, Herr Prof. Wolfgang Stock…
Angenehm nehme ich zur Kenntnis, dass Sie Authentizität beim Podcasten einfordern. Verwundert war ich, als mir in Ihrem pathetischen Referat über den Merkel-Cast der Hinweis entgangen ist, dass Sie diesen zwar initiiert, aber schon lange nicht mehr produziert haben. Gut, das muss man sicherlich nicht an die große Pappnase hängen (aktuelles Kölner Strassenbild). Gründe sind vielleicht wirklich das "Preisdumping" bei der Ausschreibung, welches zwischen den Zeilen durchgesickert ist. Respekt gebührt Ihnen sicherlich auch für die rhetorische Kompetenz, auch auf Rückfragen zu der damaligen Ausschreibung den Umstand des Produzentenwechsels zu umtänzeln. Egal, verziehen…

Aber bitte, Herr Prof. Stock… Visits sind nicht Klicks. Wenn die Folie auf 1 Mio. Visits bei der entsprechenden Website der Kanzlerin verweist, so  erinnert der mehrmalige Hinweis auf "1 Mio. Klicks" dann an die Zeiten, in denen Websiteverantwortliche den Erfolg Ihrer Website mit "Hits" auswiesen… Egal, auch verziehen…

Aber jetzt bitte, Herr Prof. Stock… Alle Inhalte des ZDF-Video-Angebotes mit Video-Podcasts gleichzusetzen, dass zwickt dann doch etwas. Aber egal… Obwohl, langsam werd ich doch unruhig…

Jetzt aber dann doch mal Prost, Herr Prof. Stock… Den Karlcast von Karlsberg als erfolgreichen Videopodcast aus Ihrem Hause zu bezeichnen… Das nötigt mich schon fast impulsiv zu übermäßigen Konsum von Früh-Kölsch heut Abend… Die Sendung von drei Folgen in 2006 (ein Werbeclip-Mashup, ein Bericht vom Sommerfest in Saarbrücken, ein Corporate Video) auf einem RSS-Feed anzubieten… Wenn das schon einen erfolgreichen Podcast ausmacht, hab ich ja leichte Arbeit vor mir… Jetzt isses langsam nicht mehr egal, jetzt wird’s unangenehm.

Und jetzt mal wirklich Tacheles, Herr Stock… Als in Ihrer Unternehmenspräsentation auf einmal die Ergebnisse der ersten Podcastumfrage ohne Quellenangabe auftauchen…  "Jetzt", würde meine Nichte Lara sagen, "is aber mal Schluss"…

Ändern Sie das? Alles? Bitte, Herr Prof. Stock.

Ergebnisse der Podcast-Studie

ACHTUNG: Nachfolgend Zahlen nicht verwechseln mit der Podcastumfrage !!!

So, nun sitz ich gerade in der Medienstadt Köln beim 2.Podcastkongress und lasse die Verkündung der Ergebnisse der Podcast-Studie über mich ergehen. Wie ihr wisst bin da sehr „konditioniert“. Ich verschließe mich wahrlich keinem neuen, interessanten und aufklärenden Ansatz, aber er muss sich beweisen und rechtfertigen. Spätestens bei der Offenbarung der Methodik und des Umfragedesigns. Nennt mit Excel-Pedant, Zeilen-, Spalten- und Kreuzrelations-Fetischist, aber ich hab nicht umsonst nebenbei Markt- und Medienforschung studiert.

Ok, zur Präsentation: Nach einer kurzen Einführung von Harald König, G+J Corporate Media GmbH, fliegt Sebastian Bressler mit Statements „Podcasts sind wie Internet – so vielfältig und themenreich… (Aha… Anm. d. R.)“ langsam in Richtung Zahlenkolonne, die dann im Stakkato gefeuert wird.

Aber vorab kurz zu den Eckdaten der Podcast-Studie:
Es handelt sich um eine „Eigenuntersuchung“ von House-of-Research. Unterstützt von

  • ingress (? oder so ähnlich)
  • AdOn Media
  • Podcastclub
  • G+J Corporate Media GmbH

Ich dachte, die Podcast-Studie sei durch den podcastclub, den deutschen Podcast-Kulturverband e.V., durchgeführt worden. Nun offenbaren sich also die wahren Interessen hinter der Studie. Und ich hatte mich schon gefragt: Woher hat der Verband das Geld für die Beauftragung einer Studie? Warum bitte, lieber Podcast-Club, spielt ihr nicht von Anfang an mit offenen Karten?

Egal… Nun, rekrutiert wurde über Podcastpromos, aber auch über Banner auf Podcast-Portalen etc. Das führte zu 912 Teilnehmern, von denen sich 640 als Podcastnutzer und 272 als Podcaster herausstellten. Die nachfolgenden Zahlen basieren damit wohl auf den 640 Podcastnutzern. Die Ergebnisse (Ich konnte nur teilweise mitschreiben, deswegen ohne Gewähr):

  • 70% sind unter 40 Jahre
  • Durchschnittsalter 33,5 Jahre
  • drei Viertel sind Männer
  • Podcastnutzung 31 Minuten pro Tag
  • 38% fast täglich, 35% mehrmals pro Woche

Mehr konnte ich nicht mitschreiben. Aber wie uns auf Nachfrage versichert wurde, sind die Ergebnisse demnächst offiziell und umfänglich erhältlich.

Fazit: Ich hab nach wie vor nen Hals…

Ergebnisse der „Podcast-Studie“

ACHTUNG: Nachfolgend Zahlen nicht verwechseln mit der Podcastumfrage !!!

So, nun sitz ich gerade in der Medienstadt Köln beim 2.Podcastkongress und lasse die Verkündung der Ergebnisse der Podcast-Studie über mich ergehen. Wie ihr wisst bin da sehr "konditioniert". Ich verschließe mich wahrlich keinem neuen, interessanten und aufklärenden Ansatz, aber er muss sich beweisen und rechtfertigen. Spätestens bei der Offenbarung der Methodik und des Umfragedesigns. Nennt mit Excel-Pedant, Zeilen-, Spalten- und Kreuzrelations-Fetischist, aber ich hab nicht umsonst nebenbei Markt- und Medienforschung studiert.

Ok, zur Präsentation: Nach einer kurzen Einführung von Harald König, G+J Corporate Media GmbH, fliegt Sebastian Bressler mit Statements "Podcasts sind wie Internet – so vielfältig und themenreich… (Aha… Anm. d. R.)" langsam in Richtung Zahlenkolonne, die dann im Stakkato gefeuert wird.

Aber vorab kurz zu den Eckdaten der Podcast-Studie:
Es handelt sich um eine "Eigenuntersuchung" von House-of-Research. Unterstützt von

  • ingress (? oder so ähnlich)
  • AdOn Media
  • Podcastclub
  • G+J Corporate Media GmbH

Ich dachte, die Podcast-Studie sei durch den podcastclub, den deutschen Podcast-Kulturverband e.V., durchgeführt worden. Nun offenbaren sich also die wahren Interessen hinter der Studie. Und ich hatte mich schon gefragt: Woher hat der Verband das Geld für die Beauftragung einer Studie? Warum bitte, lieber Podcast-Club, spielt ihr nicht von Anfang an mit offenen Karten?

Egal… Nun, rekrutiert wurde über Podcastpromos, aber auch über Banner auf Podcast-Portalen etc. Das führte zu 912 Teilnehmern, von denen sich 640 als Podcastnutzer und 272 als Podcaster herausstellten. Die nachfolgenden Zahlen basieren damit wohl auf den 640 Podcastnutzern. Die Ergebnisse (Ich konnte nur teilweise mitschreiben, deswegen ohne Gewähr):

  • 70% sind unter 40 Jahre
  • Durchschnittsalter 33,5 Jahre
  • drei Viertel sind Männer
  • Podcastnutzung 31 Minuten pro Tag
  • 38% fast täglich, 35% mehrmals pro Woche

Mehr konnte ich nicht mitschreiben. Aber wie uns auf Nachfrage versichert wurde, sind die Ergebnisse demnächst offiziell und umfänglich erhältlich.

Fazit: Ich hab nach wie vor nen Hals…