Blick 73 auf die zweite Podcastumfrage und die aktuelle Napster-Kampagne

Sorry, die Shownotes kommen leider verspätet. Typepad ging damals wieder
mal in die Knie.

Shownotes:

  • [00:00] intro: C.C. Chapman
  • [02:13] Hinweis auf die neue Podcastumfrage
  • [05:43] Medien Meeting Mannheim am 20.07.06, nicht 04.08.06
    Entgegen der letzten Ankündigung bin ich nicht als Referent beim Medien Meeting in Mannheim, aber vielleicht als Gast.
  • [07:07] Strategischer Dialog mit Bodo Hombach bei der WAZ
    Mehr dazu in der Folge mit Bodo Hombach und Katharina Borchert.
    Ein weiterer Rückblick auf den Strategischen Dialog und das Vorhaben der WAZ von Mario Sixtus bei den „Vier Nasen tanken Super“
  • [09:15] Kritik an der aktuellen Napster-Kampagne in Podcasts
    Diskussion auf Podster.de, die Kommentare auf PimpMyBrain, die Diskussion auf dem Blog von den Chicks on Tour.
    Interessanterweise gibt es keine Diskussion auf dopcast bzw. audioads.de zu dem Thema.
    Die Kritikpunkte:
    1.    Prinzipiell keine Kommerzialisierung erwünscht
    2.    Die Qualität des Werbespots
    3.    Die mangelnden Einflussmöglichkeiten der Podcaster auf die Werbemittel, d.h. geschalteten Spots
  • [17:15] Podsafe Music in Podcasts mit Werbung
    Unterschied zwischen dem Podsafemusicnetwork.com und der Creative Commons Licence http://creativecommons.org/
  • [19:30] Amanda geht: Interimsweise übernimmt Joanne Colanbei Rocketboom Werbung auf Rocketboom-Videopodcast kostet angeblich 1.500 – 15.000 Dollar pro Episode : Bei einer Reichweite von ca. 200.000 pro Episode ergeben sich damit TKP’s von 6 – 75 Dollar. Für die Erstellung eines Werbespots verlangt das Team rund um Andrew Baron und ehemals Amanda Congdon bis zu 15.000 Dollar zusätzlich.
  • [22:32] Radio-Spot von 1988 : Toni Swing
  • [23:30] Outro

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13 Antworten auf „Blick 73 auf die zweite Podcastumfrage und die aktuelle Napster-Kampagne“

  1. Hi Alex,
    zum Thema: Anerkennung für den erstellten Podcast.
    Super Erklärung. Recht hast Du.
    Wo kann ich unterschreiben?

    Ein Podcaster aus Freiburg

  2. Alex, du sprichst mir mit deiner Wut aus der Seele. Gerade Technikwürze 29, wo ich über die Veranstaltung „Niedersachsen – eine BITV-freie Zone“ berichtet habe und Interviews mit dem Behindertenbeauftragten des Landes Niedersachsen gebracht hatte, waren von der Recherche und auch vom journalistischen Inhalt extremst aufwändig. Ich mache das gern. Aber es sollte sich niemand beschweren, wenn ich ein bischen Geld einnehme für besseres Equipment, wie zum Beispiel ein digitales Diktiergerät mit denen ich die Interviews geführt habe.

  3. Hola,

    im Grunde tut es mir wiklichlich leid. Ab heute steht diese Folge des Tellerrands bei mir auf der Negtivliste was schlechtes Podcasting anbelangt.
    Mit nur wenigen Worten kann ich anhand dieser Folge die Glaubwürigkeit der ganzen Serie in die Bedeutungslosigkeit ziehen.

  4. Hallo Alex,
    vermutlich höre ich zuviele US Podcasts, denn ich verstehe, ehrlich gesagt, die ganze Aufregung um Werbung in Podcasts nicht.
    Eigentlich (ich weiss, eigentlich sollte es eigentlich nicht geben) sollte allen Hörer(n)(innen) klar sein, dass man Podcasts evtl. aus altruistischen Motiven machen kann, aber man trotzdem für das nötige Equipment bezahlen muss. Ich kann wirklich nichts verwerfliches daran finden, wenn Werbung in Podcasts oder Videocasts geschaltet wird. Eine meiner Lieblings-Sendungen, ‚Cranky Geeks‘, hat meist drei oder vier Werbeunterbrechungen, aber eine Videocast von ca. 30 Minuten muss eben auch finanziert werden. Wem’s nicht gefällt, soll es sich halt nicht ansehen/anhören. Dafür sind „Stop“-Tasten nunmal da. 😉
    Bei mir hat die Einbettung funktioniert und ich musste über den Spot eigentlich nur Schmunzeln. Ehrlich gesagt, hat mir aber der End-Spot in diesem Tellerrand noch besser gefallen.
    Was user-generated Advertising betrifft, Adam Curry hat schon ein paar sehr interessante Beispiele für ‚Earthlink‘ gespielt. Manche, zugegebenermassen, nicht wirklich massenkompatibel, aber immer amüsant. Ich denke, dass sich auch die Werbetreibenden darüber im Klaren sein müssen, dass sie bei den Podcast Hörer(n)(innen) ein Publikum vorfinden, welches höhere Ansprüche an die Spots stellt. Wer das begriffen hat, sollte hier ein interessantes Betätigungsfeld vorfinden.

    my 2 cents
    Erik

  5. Hallo,
    nur eine kleine Frage am Rande: Wer oder was ist Rocketboom? Was es ist habe ich ja inzwischen herausgefunden. Bleibt die Frage: Warum wird dieser Videocast als so wichtig erachtet, daß man sogar in anderen Podcasts über einen Moderatorenwechsel berichtet?!? Vielleicht sind die Gründe ja für einen Nicht-Podcaster wie ich es einer bin, nicht nachvollziehbar genauso wie der „Fall“ Adam Curry, vor dem die meisten – wenn nicht gar alle Podcaster – ehrfürchtig auf die Knie fallen. (…ich weiß Podcasting hat ihm viel zu verdanken, Wegbereiter, Erfinder, wertvolle Infos für Podcaster…) Wenn ich aber seinen Rülps-Podcast höre, kann ich seinen „Ruhm“ nicht nachvollziehen…
    Was Werbung in Podcasts angeht, so denke ich, daß sich das ziemlich schnell über (möglicherweise relativ schnell sinkende) Downloadzahlen regeln wird, sodaß Diskussionen im Vorfeld eigentlich unnötig sind. So lange die Werbung allerdings nicht den restlichen Inhalt des Podcasts diktiert habe ich damit keine Probleme.

  6. Werbung würde ich nur bei professionell gemachten Podcasts akzeptieren. Solange viele Podcasts nicht sauber geschnitten und produziert werden, viele Nebengeräusche enthalten und oft konzeptlos sind, wäre ich nicht bereit, Werbung hinzunehmen. Ich meine mit Nebengeräusche zum Beispiel: das Telefon klingelt im Podcast, das Gespräch wird angenommen und gesagt, dass man gerade podcaste, Erklärungen was der Hund unter dem Tisch tut, Bemerkungen zum Weinglas auf dem Tisch, Erklärungen, wie man heute drauf ist und was man gerade nicht aussprechen kann, Satzwiederholungen. (Harald Schmidt hat sich darüber einmal sehr schön ausgelassen.) Werbung in solchen Podcasts, wäre für mich, wie für deren Ausbildung zu bezahlen.
    Ganz konkret halte ich zum Beispiel Annik nur zusammen mit Timo aus (in Filme und so), habe ich Wahnhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft nicht ertragen oder höre den Pomcast nur nebenbei.
    Aus diesem Grund höre ich die Podcasts vom WDR (Zeitzeichen), Deutschland Radio (Wissenschaft und Forschung) oder SWR (SWR3-Toppthema) so gerne. Die haben das einfach gelernt, da weiß ich, wofür ich GEZ-Gebühren bezahle.

  7. Ich höre viele englische Podcasts und kann die Diskussion hier „nicht wirklich“ nachvollziehen. Dort gibt es schon lange Werbung in Podcasts und in keinem Podcast hat hat sie meinen Hörgenuß signifikant getrübt.
    Und außerdem bedeutet Mediengenuß on demand auch die unumschränkte Herrschaft über den fastforward button.

    @tarthang: Kann dir nur voll zustimmen, besonders bezüglich Annik, Wahnhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft und der öfftentlich rechtlichen Podcasts.

    @Leif: Ich kann den Hype um Adam Curry auch überhaupt nicht nachvollziehen. Mein Podcastgott ist Leo Laporte. 😉

  8. Werbung in Podcasts – why not? Wenn sich die Werbung in Grenzen hält, klar vom redaktionellen Content getrennt ist und dir Podcasts dadurch gehaltvoller werden 🙂

    Mir geht’s da wie tarthang: bislang suche ich noch nach meinem Lieblings-Podcast – und zwar einem, der sich NICHT ums Thema Podcasting oder Blogging dreht. Die meisten Themen-Podcasts lasse ich nach ein, zwei Folgen aus Langeweile wieder saußen – oder sie erübrigen sich von selbst, weil die Macher abdanken. Ich tendiere immer mehr zu den Podcasts der Radiosender.

    Wie wär’s mit einer wöchentlichen Podcast-Empfehlung im Tellerrand?

    Übrigens: Für einen großen Fehler halte ich die Tendenz (z.B. bei Adam Curry), sich beim Podcasten immer stärker auf Hörerkommentare zu stützen. Dass Hörer den Podcast kommentieren, mag den Macher begeistern – als Hörer langweilt mich das ebenso wie Katzen oder andere Banalitäten, mit denen Macher ihre Podcasts füllen. So einfach sollte man sich das Handwerk als Podcaster einfach nicht machen. Dann lieber Werbung und dafür richtige Arbeit investieren.

  9. Hab gerade den Podcast-Umfragebogen ausgefüllt und eine Anmerkung dazu:

    Für mich hakt die Sache daran, dass nicht zwischen Radio-on-Demand und originären Podcasts unterschieden wird. Die Radiosender nennen ihre Angebote ebenfalls Podcasts, es ist aber in meinen Augen eine völlig andere Geschichte, da lediglich eine Zweitverwertung bereits vorhandener Inhalte.

    Für die Einschätzung der Podcasting-Szene (und der Vermarktungsmöglichkeiten) macht es doch einen riesigen Unterschied, ob einer bei „Zahl der abonnierten Podcasts“ 20 eingibt und damit 18 Radiosendungen + 2 originäre Podcasts oder aber 18 originäre Podcasts + 2 Radiosendungen meint.

    Ähnliches gilt für die Frage nach Dauer und Erscheinungsweise von Podcasts:
    Radio-on-Demand können 30-minütige Features oder 5-minütige News-Updates sein. Mit der Wahl des Formats entscheidet sich der Hörer automatisch für eine bestimmte Dauer.
    Völlig anders verhält es sich aber bei den originären Podcasts, die ja zumeist keinem festgelegten Format folgen. Hier kann man tatsächlich eine Höchst-Dauer (oder Schmerzgrenze 😉 ausfindig machen.
    Die Vermischung von Radio- und originären Podcasts verzerrt die Ergebnisse aber meiner Meinung nach.

  10. Hallo Joachim,

    Ziel der Podcastumfrage ist es, das Medienphänomen an sich zu beleuchten. Der Fokus liegt nicht auf dem alleinigen Fokus Podcasting-Szene im Sinne von privaten Podcastern bzw. Anbietern. Denn auch der Konsum von inhaltlicher „Zweitverwertung“ kennzeichnet den Trend zur Zeitsouveränität des Medienkonsumenten.

    Dass es unterschiedliche Medienformat gibt (News vy. Entertainment) und sich die entsprechend gewünschten Längen, dass hatten wir auch in der ersten Podcastumfrage. Nur habe ich hier ein methodisches Problem: Es erschien mir auf Grund der Vielfalt der Angebote aktuell nicht möglich die Podcastformate zu clustern und jeweils die erwünschten Längen abzufragen. Das sprengt die Umfrage in der Form, wird allerdings Schwerpunkt von Intensivinterviews werden, die ich im Anschluss der Umfrage machen will.

    Alex

  11. Hi Alex,

    schreibe zum ersten mal ein Kommentar. Höre deinen Podcast seit ca. 20 Sendungen. Finde ihn jedesmal sehr informativ, da er mir einiges neues aufzeigt. Beschäftige mich ja sonst nur mit IT-Themen. Auch deine Hinweise auf andere Podcast bzw. Themen gehe ich meistens nach. Also danke für deinen Service.

    Zum Thema Werbung in Podcast:
    Solange es sich in diesem Rahmen und dieser Qualität abspielt habe ich überhaupt nichts dagegen. Sobald du aber für Klingeltöne Werbung machst werde ich mein Abo stornieren. Denn wie meine Vorredner schon gesagt haben, sollte wenn irgend möglich die Thematik passen. Und bei dem Napster Spot musste ich auch kurz Grinsen. Irgendwie nett. Ich beziehe deinen Podcast über iTunes und hatte keine Schwierigkeiten mit der Technik (also Podcast und Werbung vollständig erhalten).

    Gruß und weiter so
    Stefan

  12. Bezüglich der Creative Commons Lizenzen (Mehrzahl) stimmt die Aussage von CC Chapmann nicht.

    Die Lizenzen sind bausteinartig aufgebaut. Wenn der -NC- (non commercial) Baustein dabei ist, dann stimmt die Aussagen.

    Irriterend ist der Hinweis bei Podshow auf die Creative Commons Lizenzen
    http://music.podshow.com/music/faq.htm

    Es wird nicht genauer spezifiziert, welche der Creative Commons Lizenzen gemeint ist.

    Podsafe ist nicht automatisch kostenlos. Podsafe Musik kann ebenso bei GEMA gemeldet sein und entsprechende Podcast Lizenz ist notwendig.

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