Blick 213 auf den Wert der Aufmerksamkeit

Ein Blick auf die Aufmerksamkeitsformel und die Frage: Was ist eine Stunde Aufmerksamkeit wert?
[audio:http://tellerrand.podspot.de/files/tellerrand213.mp3]

Dauer: 28 Minuten : Download als MP3 (13 Mb)

Shownotes

Feedback erbeten zum Public Future Lab

Bitte eine Mail an alex@podpimp.de mit einer Antwort auf die Frage(n):

  • Wie hat sich euer Mediennutzungsverhalten verändert?
  • Wie nehmt ihr klassische Medien inzwischen wahr?
  • Wie verändert sich der Anspruch gegenüber klassischen Medien
  • Qualität der Informationen zu oder abgenommen?

Was ist Aufmerksamkeit wert?

Die Aufmerksamkeitsformel zur Berechnung des Wertes einer Stunde Aufmerksamkeit auf Basis von

  • Media-Ausgaben
  • Mediennutzungszeit und
  • Größe der „werberelevanten“ Zielgruppe

Die Antwort: 20,15 Cent

Brouhaha 09 – The Best Job of the World

Anfang 2009 schreibt das Tourismusbüro in Queensland Australien den besten Job der Welt aus: Ein halbes Jahr Inselranger im Great Barrier Reef spielen. Ein bisserl Fische Füttern, den Pool sauber halten, Post holen, darüber im internet schreiben und videobloggen. Und das auch noch für einen Lohn von umgerechnet 13.000 Euro monatlich. Das Ergebnis: Über 30.000 Bewerbungsvideos landen in Australien.

Der Brouhaha

Als erste Bewerberin für „Den besten Job der Welt“ tat sich eine „Tegan“ mit ihrem Video-Angebot hervor, sie würde sich für den Job sogar die Umrisse des „Great Barrier Reef“ tätowieren lassen.
Dieses Video wurde dann sogar in den Massenmedien aufgegriffen.
Es stellte sich heraus, dass Tegan im wirklichen Leben Rhiannon Craig heisst und für die betreuende Agentur Cummins Nitro arbeitet.
Das Video war ein Fake.

Momentum

Erstes Momentum 15. Jan 2009: Massenmedien greifen Thema auf „Frau lässt sich für Job tätowieren“
Brouhaha-Momentum: 19. Januar / Marketing Blog Mumbrella enthüllt die Geschichte

Reaktion

Tourism Queensland CEO Anthony Hayes bedauert den Vorgang

Relevanz

Eher keine, denn 30.000 Bewerber, 3 Mio. Besucher auf der Website mit 200 Mio. Seitenaufrufen zeigen: Es geht trotzdem

Take-Aways

Kampagnen anschieben erlaubt, aber „Don’t fool the crowd“

Quellen

The best Job of the World

Mainstream Medien nehmen das Thema auf

„The Rant“ / Der Aufreger im Blogbeitrag „ Anatomy of a social media disaster“

Tegan sagt die Wahrheit

Brouhaha 08 AmazonFail – Das Osterei von Amazon

Ostern 2009, die ganze Welt auf der besinnlichen Suche nach versteckten Eiern und Geschenken. Weniger besinnlich war allerdings das Ostergeschenk von Amazon an die Autoren homosexueller Literatur. In einer nicht nachvollziehbaren, sagen wir mal, Osteraktion versteckte Amazon deren Literatur nämlich so gut, dass sie gar nicht mehr auffindbar war.
Der Zwitscherkäfig Twitter bebte mit dem Hashtag #amazonfail, die Blogosphäre tobte den Auftstand und forderte den Boykott…

[audio:http://brouhaha.podspot.de/files/brouhaha08_amazonfail.mp3]
Dauer: 24 Minuten : Download als MP3-Datei (20 Mb)

Der Brouhaha
Sonntag, 12. April, 2 Uhr Morgens: Der Buchautor Mark Probst bemerkte, dass zwei Bücher mit homosexuellem Inhalt bei Amazon nicht mehr in der Suche und den Rankings zu finden waren und bloggte darüber. Er kontaktierte Amazon.

Antwort von Ashlyn D, Member Service, Amazon:

„Als „Adult“ gelistete Literatur wird aus Rücksicht auf die Nutzerschaft nicht in die Suche und Top-Listings mit aufgenommen…“ (frei übersetzt)

Momentum
In der Blogosphäre wurde Amazon eine neue, schwule- und lesbenfeindliche „Policy“ unterstellt und auch Gerüchte über Hackerangriffe machten die Runde… Sprich: Genug Material für einen „Twitter-Storm“

Binnen 24 Stunden ist folgendes passiert:
Twitter: Unzählige Twitterbeiträge mit dem Hashtag #amazonfail #glitchmyass
Blogs: 5.000 Blogeinträge mit dem Thema (jetzt, nach knapp einer Woche schon über 20.000)
Facebook: „The AmazonFail Group“ hat 1.200 Mitglieder (inzwischen knapp 4000)
Online-Protest-Petition: 9.000 Unterschriften, inzwischen 25.000
Google-Bomb: Die „Bombe“ ist Platz 1 in Google bei der Suche nach Amazon Rank
Amazon-Hacking: Über 1.500 betroffene Bücher wurden bei Amazon alle mit „amazonfail“ verschlagwortet
„Spoof-Grafiken“ entstehen
„GlitchMyAss“ Swag: T-Shirt, Tassen etc.
Vorformulierte Beschwerdebriefe
Boykott-Rufe wurden laut.

Reaktion
Mo, 13. April: Statement von Amazon Sprecherin Drew Herdener

„This is an embarrassing and ham-fisted cataloging error for a company that prides itself on offering complete selection.“

Aber auch interne Mitarbeiter kommentieren anonym in den Blogs, es gibt jedoch keine weitere Reaktion seitens des Unternehmens.
-> Frage: Wäre das angebracht gewesen?

Relevanz
Trotz Umfang ist ein Schaden für Image, Marke und Geschäftsbetrieb fraglich

Take-Aways

  1. Aktives Monitoring
  2. 24/7 Reaktion notwendig, sogar über Feiertage
  3. „Conservation of Outrage“ ist eine große Gefahr

Offene Fragen

  • Was ist wirklich passiert? Gerüchtehalber wurde der Vorfall versehentlich durch einen Mitarbeiter in Frankreich verursacht.
  • Warum hat Amazon so zögerlich reagiert und kümmert sich nicht nachhaltiger um den Dialog?

Quellen
http://markprobst.livejournal.com/15293.html
http://socialmediagroup.com/2009/04/14/does-amazonfail-actually-matter/
http://blog.seattlepi.com/amazon/archives/166384.aspv
http://adage.com/digitalnext/post?article_id=135967
http://www.shirky.com/weblog/2009/04/the-failure-of-amazonfail/
http://www.churchofcustomer.com/2009/04/customers-revolt-over-amazon-gay-book-deranking-aka-amazonfail-.html
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/zensur-vorwuerfe-treffen-amazon;2239467

Blick 212 auf Lila Plakette, Deer Lucy, Ramses, Produkthaftung für Blogger und den Wert der Aufmerksamkeit

Ein Blick auf die Lila Plakette, Deer Lucy, Ramses, Produkthaftung für Blogger und die Frage nach dem Wert der Aufmerksamkeit.

[audio:http://tellerrand.podspot.de/files/tellerrand212.mp3]

Dauer: 28 Minuten : Download als MP3 (20 Mb)

Shownotes

Intro: Christian Wulff zur „Lila Plakette“

Storyteller
Podcamp München : MacBook Air Disply-Reparatur : Mein Interview mit Peer zu Ursprung, Vorbereitung, Produktion, Technik, Vermarktung meiner Podcasts

Lila Plakette

Gattungskampagne der Radiozentrale

Podoskop – Die letzten 7 Podnotes (hier der Link zu den Podnotes)

  1. Studie (335 Tech-Man.): 33% betreiben Blogs, 36% scheuen Aufwand, 12% befürchten negativ aufzufallen
  2. Interessanter Case: Old media CW 11 vs. Improveeverywhere
  3. MME / OTTO / BILD / WARNER… die Websoap „Deer Lucy“
  4. Die Nutzungsrechte-Problematik mit den Mediatheken von ARD und ZDF
  5. „TC Score“ misst ab Juli 09 die OnDemand-Nutzung in D. 6 Mio DVD/DVR in D, + 1 Mio / Jahr
  6. „Einsendungen im der Kategorie New Audio enttäuschten“ #Ramses
  7. Wow… FTC to plan rules on social media and online marketing http://womma.org/ftc/

Feedback
… von Jens zu Werbung im Tellerrand

Verlosung von 2 Platinum Cards von Lovefilm.de mit der Frage „Was ist eine Stunde eurer Aufmerksamkeit wert?“

Outro: „Summertime“ von Brother Love

Blick 211 auf audioboo, Fred, Otto und einen Medienanthropologen

Ein Blick auf audioboo, Fred, Otto und einen Medienanthropologen:

[audio:http://tellerrand.podspot.de/files/tellerrand211.mp3]

Dauer: 29 Minuten : Download als MP3 (20 Mb)

Shownotes

Intro

Aktuelles zum geplanten PodCamp München 2009

Podoskop – Die letzten 7 Podnotes

Spot: Berlitz „Englisch üben“ Ramses 2008

Feedback

Outro: Joe Sibol : Hot Sexy Girls

Blick 210 auf Podcamp München, Corporate Podcasts in US und EVB

Ein Blick auf Podcamp München, Corporate Podcasts in US und EVB
[audio:http://tellerrand.podspot.de/files/tellerrand210.mp3]

Dauer: 24 Minuten : Download als MP3 (17 Mb)

Shownotes