Ich hab ja durchaus Verständnis, wenn in diesen Zeiten die Gürtel enger geschnallt werden müssen.
Ich bekomme allerdings ganz dicke Plaque, wenn sich diese Web 2.0-Szene durch unseriöse Abgesangs-Praktiken selbst zerfleischt.
Zuerst stand AudioAds bei mir in der Kritik, als sie ihren kostenlosen Podcast-Hosting-Dienst zu Ende 2008 mit einem Vorlauf von 4 Wochen einstellten. (Siehe / Höre Blick 193)
Unterboten wurde das dann von dem US-Podcast-Hosting-Anbieter Podango, die ihren Shutdown zum 31.12.08 mit einer Frist von ein paar Tagen ankündigten. Problematisch hierbei, dass Podango im Gegensatz zu audioads auch RSS-Feeds angeboten hatte. Heftige “ruhige Tage” für alle Kunden von Podango, die sowohl ihre Daten retten, einen neuen Anbieter finden und Ihren RSS-Feed umbiegen mussten. Und das binnen Tagen.
Getoppt wird dieser Abgang allerdings von Pepperpod / Mailpodder hier in Deutschland. Denn der geht mal sang- und klanglos offline. Über Mailpodder konnten Podcasts via E-Mail abonniert werden. D.h. man wurde automatisch mit einer Mail darüber informiert, wenn eine neue Episode online gegangen ist. Der Link in der Mail führte auf die Website www.pepperpod.de, auf der man die Episode anhören konnte:

Ich Depp hatte diesen Service über lange Zeit auf meinem alten Blog eingebunden, was zu einer stolzen Anzahl von Mail-Abonnenten führte (Nach Aussage des Betreibers im dreistelligen Bereich). Diese Abonnenten schauen nun ins Leere. Keine Abschiedsmail, keine Nachricht, und natürlich auch keine Chance auf die Daten zugreifen zu können. Einfach weg. Fertig.
Der alte Claim von Pepperpod “Mehr Nutzer fürs eigene Podcast” klingt da nun wie Hohn…
Das wichtigste Learning:
- Podcaster, sei der eigene Herr über deinen RSS-Feed!
Das sind nur drei Beispiele, die mir zum Thema Abgesang 0.5 einfallen.
Gibt es mehr?





























