Pimpyourbrain

10.000 Dollar in die Macho-Kasse, oder: Buchmarketing mal an.., ähm… viral

Chad Kultgen schrieb einen Roman: "The Average American
Male
". Der Absatz war mäßig. Also
entschloss sich der Verlag Harper Perennial drei sehr provokante Videos
zu produzieren und auf Youtube,
break.com und myspace online zu stellen. Jedes Video kostete 2.500 Dollar,
weitere 2.500 Dollar wurden für Online-Marketing ausgegeben. In Summe also 10.000 Dollar.

Ergebnis:

  • 5 Millionen Views in drei Monaten
  • ein Bericht
    in CNBC
  • einen Vertrag über eine internationale Auflage
  • eine Fortsetzung des Romans auf Basis der Kommentare zu den Videos
  • eine Romanidee für "The Average American Female".

Rein rechnerisch kommt man also bisher auf einen TKP von 2 Dollar bei sehr hoher Zielgruppenaffinitiät, und das Potenzial des Long Tail noch nicht eingerechnet (Bücher
haben ja eine seeehr langen Produktzyklus).

Es hat sich auch so schon ausgezahlt: Seit der viralen
Kampagne verdoppelte sich der Absatz von von 15.000 auf 30.000 Bücher.

In Summe eine absolut ganz und gar nicht durchschnittliche Kampagne. Hier eines der Videos:

2 Kommentare zu “10.000 Dollar in die Macho-Kasse, oder: Buchmarketing mal an.., ähm… viral”

  1. #1 readbox blog
    am Donnerstag, 12. Juli 2007 um 15:02

    Buchmarketing 2.0: Der durchschnittliche, amerikanischeMann

    Hier mal ein wirklich schönes Beispiel zwischen dem Buchmarkt, wie wir ihn kennen (nämlich Kritiker- und Redaktions-beeinflusst) und dem Buchmarkt, wie er wäre, wenn die Stimme des (in diesem Fall US-amerikanischen) Volkes entscheidet:
    Ein Autor (Ch…

  2. #2 Buchmarketing mit XinXii #3: Buchtrailer - XinXii Corporate Blog
    am Dienstag, 22. Juni 2010 um 07:43

    […] Dank YouTube & Co. können es auch (noch) unbekannte Autoren Verlagen wie Kiepenheuer & Witsch, Droemer Knaur und Rowohlt gleich tun, d.h. mit bewegten Bildern Werbung in eigener Sache machen und eine Nähe zu potenziellen Lesern schaffen: Buchtrailer sind schon mit wenig Aufwand leicht zu erstellen, und die Verbreitung ist kostenlos. Werbespots sind bezahlbar geworden! Ein Paradebeispiel in Punkto viralem Buchmarketing ist der als wenig talentiert geltende US-amerikanische Buchautor Chad Kultgen: Erst nachdem sich der Verlag für die Produktion provokanter Buchtrailer entschlossen hat, gelang ihm der Durchbruch mit seinem Debut Roman “The Average American Male” (mehr dazu: 10.000 Dollar in die Macho-Kasse, oder: Buchmarketing mal an… ähm… viral). […]

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