Das ist der 299. Blick auf Studien zu Peer-Influence, Beeinflussung der Kaufbereitschaft, Shitstorms bei Vodafone, Galileo und McDonalds
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Diese Frage stellte sich vor einigen Wochen bereits das Startup-Unternehmen Limited Run. Laut einem Bericht von t3n.de experimentierte das Unternehmen mit leeren Werbeanzeigen auf Facebook und erzielte damit ein erstaunliches Ergebnis:
Creative: Wenig Titel, wenig Text und als Motiv ein weißes Bild
Laufzeit: 4 Tage (Freitag bis Montag)
Ergebnisse:
Die weiße Anzeige mit externer Ziel-URL erreichte eine Klickrate von 0,039% und liegt damit bereits über unserem Performance-Limit von 0,02%
Die weiße Anzeige mit dem Ziel Facebookseite performte mit einer Klickrate von 0,082% sogar weit über Durchschnitt. Der CPF Cost-per-Fan lag bei 0,43 Euro.
Es stellt sich also die Frage, warum eine leere Anzeige eine so gute Klickrate erzielt? Vielleicht sollten wir einige der neu gewonnen Fans einfach fragen? Das hat zumindest die Advertising Research Foundation in einem Testlauf gemacht und kommt zu dem Ergebnis “And No, Most People Didn’t Click on Them by Mistake“.
FAZIT:
Leere, bzw. weiße Facebook-Anzeigen scheinen ihren eigenen “Klick”-Reiz zu haben. Schade nur, dass Facebook dies inzwischen unterbindet. Bei einem größer angelegten Test bekamen wir gestern die Absage:
Abgelehnte Werbeanzeige
Gründe:
Email Subject:
Das Bild Deiner Werbeanzeige verstößt gegen unsere Werberichtlinien. Bilder dürfen keine nicht vorhandenen Funktionen darstellen, wie z. B. Abspieltasten, die eine Videofunktion vorgeben, und „Schließen“-Tasten, die nicht schließen.
Bevor Du Deine Werbeanzeige erneut einreichst, rufe bitte unseren Hilfebereich unter folgendem Link auf:
Dort findest Du weitere Informationen und Beispiele, die unseren Werberichtlinien entsprechen. Falls du weitere Fragen hast, gehe bitte zu unseren Nutzungsbedingungen und Werberichtlininen.
Das ist der 298. Blick auf den Facebook-ROI im Rahmen einer Kitkat-Kampagne, eine Studie zur Relevanz von Social Media bei Kommunikationskrisen, einen Shitstorm-Dialog bei den Grazer Linien, eine Social Media Studie zu Schweizer Großunternehmen und einen singenden Lokfüher bei der SBB.
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Das ist der 297. Blick auf die Social-Media-Kampagne “Destination Vielflieger” von Lufthansa, auf ein umstrittenes CRM-Projekt bei British Airways, einen Vampireffekt bei Google Maps und einen Flashmob bei der Bayer AG.
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Capgemini Consulting hat bei 57 führenden Schweizer Unternehmen die Präsenz und Nutzungsintensität auf den Social Media Kanälen Facebook, Youtube, Twitter und Xing untersucht und dabei nach den Kategorien Marketing, Recruiting, Open Innovation, Sales und Kundenservice unterschieden.
Auszug aus der Executive Summary:
Hohe Präsenz (im Durchschnitt 3 der 4 Plattformen genutzt)
Großteil der Unternehmen (ca. 73%) mit geringer Nutzungsintensität
Inhalte meist auf Marketing beschränkt, aktiver Kundenservice und Recruiting bleibt weitestgehend ungenutzt
Die Branchen Telco, Medien und Entertainment sind führend, Life-Sience bildet das Schlusslicht
Ich wurde nun ein paar Mal angesprochen ob es die Episoden unseres kleinen Freunderadios denn auch mal mit Kapitel-Marken gäbe. Aber gerne.
Hintergrund: Via Garageband kann man einer MP3-Datei weitere Metadaten mitgeben, wie z.B. Kapitel-Marken an bestimmten Zeitpunkten setzen, eigene Kapitel-Grafiken und Internet-Adressen einbinden. Die Datei wird dann im AAC-Format abgespeichert und endet auf podcast.m4a. Das hat den großen Vorteil, dass man in iTunes, iPod, iPad etc. von Kapitel zu Kapitel springen kann. Nachteil ist allerdings, dass die man die Datei mit allen Flash-Playern abspielen kann.
Wir haben das einmal anhand der letzten Episode getestet. Die wird allerdings noch nicht auf dem RSS_Feed landen, denn da gibt’s ja den 296er schon als MP3-Datei.
Hier also testweise die “gepimpte” Episode “Blick 296 auf Podcasts und Geld, Social Media und Arbeitsrecht, C&A und American Express” zum Download.
Und hier der Versuch die Datei mit dem Powerpress-Plugin für WordPress abzuspielen
Das ist der 296. Blick auf die Fragen “Wem gehören die Xing-Kontakte” und “Kann man wegen Fehlverhalten in Social Media gekündigt werden”, wir blicken auf eine interessante Kaufentscheidungshilfe via in einem C&A-Shop in Sao Paolo und die Rabatt-Aktion “CheckIn and save” von American Express und Foursquare.
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Das ist der 295. Blick auf einen Shitstorm bei der Gothaer Versicherung im April 2012. Ein Interview mit Dr. Klemens Surmann, Pressereferent der Gothaer Versicherung in Köln über Entstehung, Verlauf und Lernkurven.
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Die Pinnwand der Gothaer-Facebook-Seite erlebt einen zweiwöchigen Shitstorm von Naturschützern, Jagd-Gegnern und Veganern.
Der Auslöser
Gothaer-Vorstandsvorsitzender Werner Görg ruft – als Reaktion auf die geplante Novellierung des Landesjagdgesetzes NRW – in einem offenen Brief an 15.000 Jäger zur Unterstützung der Jagd auf.
Der Verlauf
Mitte März, Landtag in NRW löst sich auf. Es ist Zeit der Neuwahlen in NRW.
16.04.12: Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherung in Köln fordert in einem Brief mit dem Briefkopf der Gothaer zusammen mit dem ehemaligen CDU-Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert als Präsident des Landesjagdverbandes (LJV) NRW die 15.000 Jagdverbandsmitglieder dazu auf, für die Jägerstiftung natur + mensch zu spenden. Es drohe das “Aus für die Jagd”, es braucht eine Informationskampagne.
18.04.12: NABU kritisiert den Spendenaufruf als Wahlkampfhilfe, fordert den Rücktritt von W. Görg und droht mit Boykott- und Kündigungaufruf an seine 500.000 Mitglieder. Am gleichen Tag berichtet der WDR von der politischen Dimension des Vorfalls
21.04.12: Auf der Facebook-Seite formiert sich ein Shitstorm
23.04.12: Gothaer Versicherung ruft in einem Post zur Wahrung der Netiquette auf und kündigt die Löschung von beleidigenden, obszönen und bedrohenden Beiträgen an.
Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Facebook-Fans wird immer härter. Dabei haben wir doch alles richtig gemacht. Nach dem Aufbau der Fanbase folgte die kontinuierliche Bespaßung mit Fokus auf “Shares, Likes und Comments”. Hauptsache, es bewegt sich was auf der Seite.
Das ist einerseits der wachsenden Flut von Status-Updates geschuldet, liegt aber auch an dem so genannten “Edge Rank“ (nicht zu verwechseln mit dem GraphRank). Dieser bestimmt ob, wie lange und mit welcher Priorität ein Beitrag einem Fan im Newsfeed angezeigt wird. Der Edge Rank berechnet sich nach einer Art Zauberformel mit “Affinity Score x Weight Score x Age Score”. Und ja, damit ist er für uns eine weitere Blackbox auf Facebook und hat sogar Agenturen ins Leben gerufen, die sich auf ”Edge Rank Optimization” spezialisiert haben.
Nun kann man also fast jeden Beitrag seiner Seite bewerben, damit möglichst viele Fans und Freunde von Fans diese Meldung sehen (können!). Man kann also die (Netto-)Reichweite künstlich erhöhen. Und das zu einem – aus meiner Sicht – stolzen Preis: Die Kosten liegen im Schnitt zwischen 3 – 5 Euro TKP (Tausend-Kontakt-Preis).
Warum stolz? Weil man eine ähnliche Möglichkeit über den Facebook AdManager als “Gesponserte Meldung” zu einem Preis von ca. 20 – 50 Cent bekommen hatte. Damit wurde die Anzeige zwar an der Seite im Bereich der Werbung angezeigt und nicht im Newsfeed, aber man konnte zusätzlich noch die weiteren Zielgruppenparameter bedienen. Wie gesagt, das war einmal. Anfang Juni wurde der Ad-Manager überarbeitet, und damit fiel diese Möglichkeit weg. Nun muss man nach Klicks bezahlen, wenn man einen Beitrag bewerben will.
FAZIT:
Promoted Posts sind eine interessante, aber auf den ersten Blick teure Angelegenheit, die sich wirklich nur für ausgewählte Posts lohnt.